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Mondmission: Esa will Mondbasis nachhaltig betreiben

Wie man Sauerstoff auf dem Mond erzeugt, um eine achtköpfige Mission für einen Monat zu versorgen, war Aufgabe eines internationalen Wettbewerbs.
/ Mario Petzold
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Die späteren Sieger während der Demonstration ihres Systems (Bild: DLR)
Die späteren Sieger während der Demonstration ihres Systems Bild: DLR

Ein Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)(öffnet im neuen Fenster) sowie des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz(öffnet im neuen Fenster) hat einen Wettbewerb der Esa mit internationalem Teilnehmerfeld für sich entschieden.

Bei der Space Ressources Challenges(öffnet im neuen Fenster) geht es darum, die vorhandenen Ressourcen des Mondes möglichst innovativ einzusetzen, um Missionen mit weniger Aufwand und vor allem geringerer Transportlast durchzuführen.

In einer künstlichen Mondumgebung, die in der Luna Analog Facility(öffnet im neuen Fenster) in Köln simuliert wurde, musste Sauerstoff aus dem vorhandenen Staub gewonnen werden. Dieser war dem Mondregolith nachempfunden, der sich aus verschiedenen oxidierten Elementen zusammensetzt, in der Regel Silizium, Aluminium, Calcium und Eisen.

Modulares System gewinnt

Das Gewinnerteam setzte auf zwei getrennte Systeme. Ein eigens entwickelter Rover sammelte auf großer Fläche Mondstaub ein, eine Anlage mit Rotationssieb sortierte die Partikel nach Größe. Laut DLR überzeugte das System durch seine Verlässlichkeit und Effizienz.

Außerdem floss in die Bewertung ein Ausblick ein, wie die Technik noch weiter entwickelt werden und in eine zukünftige Mondmission integriert werden kann.

Weitere Entwicklungen sollen folgen

Bis 2033 sollen noch drei weitere Wettbewerbe stattfinden, beispielsweise zur Förderung von Wasser. Mit Sauerstoff und Wasser wären zudem alle benötigten Bestandteile für Treibstoff vorhanden, um vom Mond aus weiter in den Weltraum oder zurück zur Erde zu gelangen.

Die dafür zu entwickelnde Technik soll so ausgelegt sein, dass damit nach 2040 eine möglichst nachhaltige Mondmission starten kann, bei der sich sich eine achtköpfige Crew für 30 Tage am Südpol des Mondes aufhalten können soll.


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