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Die Mondpassage: Tag 6

An Tag 6 erreicht die Mission ihren Höhepunkt. Orion schwingt in einer Entfernung von etwa 6.400 bis 9.600 km um die Rückseite des Mondes. Dabei könnte die Crew den Rekord von Apollo 13 brechen, die sich mit 400.171 km bisher am weitesten von der Erde entfernte.

Die Artemis-II-Mission ist darauf ausgelegt, diesen Rekord zu brechen und sich knapp 401.000 km von der Erde zu entfernen. Jedoch hängt das Erreichen des Rekords vom exakten Startzeitpunkt der Mission ab.

Während des 30 bis 50 Minuten andauernden Funklochs auf der Mondrückseite dokumentiert die Besatzung die Oberfläche visuell, wobei Schattenwurf und Sonnenstand über die Detailtiefe der Aufnahmen entscheiden.

Die Rückkehr: Tag 7 bis 10

Nach einem verdienten Ruhetag am siebten Tag bereitet sich die Crew auf die Rückkehr vor. An Tag 8 wird die manuelle Steuerung in allen sechs Freiheitsgraden getestet – also die Fähigkeit, das Schiff gleichzeitig zu drehen und im Raum zu verschieben. Zudem wird ein Strahlenschutzbunker aus Bordvorräten errichtet, um das Verhalten bei solaren Stürmen zu erproben.

Bevor die Kapsel die Atmosphäre erreicht, bereiten sich die Astronauten am neunten Tag medizinisch vor. Um Kreislaufproblemen (orthostatische Intoleranz) bei der Rückkehr in die Schwerkraft vorzubeugen, wird spezielle Kompressionskleidung angepasst.

Der zehnte Tag markiert das Finale: Das Servicemodul wird abgetrennt, und der Hitzeschild muss beim Wiedereintritt Temperaturen von 1.650 °C standhalten. Ein mehrstufiges Fallschirmsystem bremst die Kapsel schließlich von etwa 500 km/h auf eine sichere Geschwindigkeit bei der Wasserung von 27 km/h ab.

Die Mission endet im Pazifik, wo Bergungsteams der US Navy die Rückkehrer in Empfang nehmen.


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