Mondmission: Besatzung von Artemis IV wird das Lunar Gateway nutzen

2028 soll die vierte Artemis-Mission starten und zum ersten Mal die Mondraumstation Lunar Gateway nutzen. Dabei ist auch eine Person aus Europa.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine Illustration der Mondraumstation Luna Gateway
Eine Illustration der Mondraumstation Luna Gateway (Bild: Nasa)

Die erste Besatzung der Artemis-Mondmissionen der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und ihrer internationalen Partner ist noch nicht gestartet. Trotzdem gibt es bereits konkrete Pläne für Artemis IV. Bei dieser Mission soll auch ein Teammitglied aus Europa von der Esa (European Space Agency) an Bord des Orion-Raumschiffes sein.

Mit Artemis IV sollen die Astronauten zum ersten Mal an das Lunar Gateway andocken – einer Raumstation, die den Mond umrunden soll. Im Jahr 2028 soll es so weit sein, wie Stephanie Dudley, Managerin für Missionsintegration und -nutzung bei Gateway, während eines Vortrags am 2. August 2023 auf der International Space Station Research and Development Conference (ISSRDC) in Seattle sagte.

Ursprünglich war für die Ende 2025 geplante Artemis-III-Mission vorgesehen, dass die Besatzung an die Raumstation andockt, doch bis dahin wird diese noch nicht bewohnbar sein. Eine erste Mondlandung soll es mit Artemis III jedoch geben.

Allerdings ist es noch gut möglich, dass die Mission auf 2026 verschoben werden muss. Denn als Mondlandefahrzeug ist ein umgebautes Starship vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX geplant. Doch schon das normale Starship konnte die Erde nicht einmal umrunden. SpaceX liegt mit seinem Zeitplan also hinterher und dies könnte Auswirkungen auf Artemis III haben – und eventuell auf die Folgemissionen.

Eine Mondumrundung der ersten Besatzung ist mit Artemis II für das kommende Jahr 2024 geplant.

Der Aufbau des Lunar Gateway

Die ersten beiden Elemente des Lunar Gateway sollen auf der Erde integriert werden und Ende 2025 gemeinsam starten. Bei einem der Module handelt es sich um das Habitable and Logistics Outpost (Halo). Das Gateway wird so gebaut, dass es bis zu drei Jahre lang autonom ohne Besatzung arbeiten kann – was den Missionen einen gewissen Spielraum gibt. Damit wird sich das Gateway stark von der Internationalen Raumstation ISS unterscheiden, die seit mehr als 20 Jahren dauerhaft besetzt ist.

Die nachfolgende, für 2029 geplante Artemis-V-Mission soll einen Tanker für den Außenposten auf dem Mond mitführen. Die Esa wird in Zusammenarbeit mit der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa das Betankungsmodul sowie das zweite Habitatmodul bereitstellen.

Das Lunar Gateway als Erbe der ISS

Im Gegenzug erhalten europäische Astronauten drei Flugmöglichkeiten an Bord der Artemis-Missionen. Damit sollen sie zum Mondaußenposten gelangen und dort arbeiten. Ob alle drei auch auf dem Mond landen werden, ist unklar. Mit Artemis IV und V soll jeweils eine Person mitfliegen. Bei einer späteren Mission darf ein weiterer Astronaut oder eine weitere Astronautin der Esa mitfliegen. Bei welcher Artemis-Mission das der Fall sein wird, ist noch nicht bekannt.

"Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Gateway ein Teil des Erbes der ISS ist", sagte Dudley während ihres Vortrags auf der Konferenz, auch wenn sich beide Stationen unterschieden: Das Gateway wird viel kleiner sein und nur eine kleine Besatzung aufnehmen können. Während die ISS maximal 13 Astronauten auf einmal beherbergen kann, wird Gateway maximal vier Besatzungsmitglieder für maximal 90 Tage aufnehmen. Ihr Volumen beträgt etwa ein Fünftel der Größe der ISS.

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