Mond: Wissenschaftler finden Wasser in Glaskügelchen

Die chinesische Sonde Chang'e 5 hat Proben vom Mond mitgebracht. Darin haben Wissenschaftler Wasser gefunden – eingeschlossen in Glas.

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Der Mond (Symbolbild): Wasserhaltige Glaskugeln könnte es auch auf anderen Himmelskörpern geben.
Der Mond (Symbolbild): Wasserhaltige Glaskugeln könnte es auch auf anderen Himmelskörpern geben. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Glasperlenspiel auf dem Mond: Wasser ist für eine mögliche menschliche Besiedelungen des Mondes immens wichtig. Auf dem Mond gibt es möglicherweise reichlich Wasser, gebunden in kleine Glasperlen.

Die chinesische Mondmission Chang'e 5 hatte Ende 2020 Proben auf dem Mond genommen und diese zur Erde gebracht. Ein Team aus Großbritannien und China untersuchte diese und fand dabei Glaskügelchen. Diese enthielten Wasser, berichtet das Team in der Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Die Kügelchen, die kleiner sind als ein Millimeter, sind mutmaßlich beim Einschlag von Meteoriten auf dem Mond entstanden. Dabei steigt geschmolzenes Material auf. Das Wasser soll sich bilden, wenn hochenergetische Teilchen von der Sonne auf das geschmolzene Material treffen: Der Sonnenwind enthält Wasserstoffkerne, die sich mit dem Sauerstoff in den Tröpfchen zu Wasser oder Hydroxydionen verbinden.

Das Wasser kann freigesetzt werden

Das Team geht davon aus, dass in den Glaskügelchen große Mengen an Wasser gespeichert sind: Auf der ganzen Mondoberfläche könnten es 300 Millionen bis 270 Milliarden Tonnen sein. Es könnte freigesetzt und von Menschen genutzt werden.

"Es ist nicht so, dass man das Material schütteln kann und das Wasser herausläuft", sagte Teammitglied Mahesh Anand von der Open University in Milton Keynes der britischen Tageszeitung The Guardian. "Aber vieles deutet darauf hin, dass es herauskommt, wenn die Temperatur dieses Materials auf über 100 Grad Celsius steigt."

Wasser ist lebenswichtig für künftige Mondbewohner: als Trinkwasser, aber auch, um daraus Sauerstoff und Wasserstoff zu gewinnen. In den Glaskügelchen im Mondboden wäre das Wasser besser zugänglich als in gefrorenem Zustand am Grund von Kratern, die das Sonnenlicht nicht erreicht.

Wasser in dieser Form könnte nicht nur auf dem Mond vorkommen: Die Ergebnisse deuteten darauf hin, "dass Impaktglas auch auf anderen luftlosen Körpern als Wasserreservoir dienen könnte", schreibt das Team in Nature Geoscience.

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