Mond: US-Sonde findet Einschlagstelle des unbekannten Raketenteils

Die Nasa hat die Stelle auf dem Mond gefunden, wo im März ein noch unidentifiziertes Raketenteil abgestürzt ist. Der Krater ist überraschend groß.

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Einschlagstelle des Raketenteils auf dem Mond: Der Doppelkrater war unerwartet.
Einschlagstelle des Raketenteils auf dem Mond: Der Doppelkrater war unerwartet. (Bild: Nasa/Goddard/Arizona State University)

Die US-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) hat die Stelle gefunden, wo Anfang März ein Raketenteil auf dem Mond eingeschlagen ist. Das Teil war auf der erdabgewandten Seite des Mondes abgestürzt.

LRO habe "überraschenderweise" zwei Krater ausgemacht, die von dem Aufprall herrührten, teilte die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) mit. LRO hatte Ende 2019 schon die Einschlagstelle der missglückten indischen Mondmission Chandrayaan 2 gefunden.

Die beiden Krater überlagern sich. Der eine hat laut Nasa einen Durchmesser von 18, der andere von 16 Metern. Die Entdeckung des Doppelkraters sei "unerwartet". Kein anderer Einschlag eines Raketenteils habe bisher einen solchen verursacht, erläuterte die Nasa. Das deute daraufhin, dass es sich um eine Rakete handele, die an beiden Enden größere Lasten trage. Das könne Hinweise auf die Identität der Rakete geben.

Was ist abgestürzt?

Jene ist weiterhin ungeklärt. Im Januar hatte der Astronom und Programmierer Bill Gray bekanntgegeben, dass er eine Raketenstufe auf Kollisionskurs mit dem Mond entdeckt habe und diese als eine Falcon-Raketenstufe von SpaceX identifiziert.

Eine spätere Spektralanalyse des Lacks ergab, dass es sich eher um eine Raketenstufe aus China handelte, mutmaßlich um die Trägerrakete der der chinesischen Mondmission Chang'e 5-T1 aus dem Jahr 2014. China hatte das jedoch bestritten.

Das noch unidentifizierte Raketenteil war 4. März auf dem Mond eingeschlagen. Eine visuelle Bestätigung des Aufpralls gab es bisher nicht, da dort zu der Zeit keine Sonden, Teleskope oder Messinstrumente zu Verfügung standen. Es war die erste bekannte ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond. Vorher waren geplante Einschläge zu Forschungszwecken durchgeführt worden.

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