Mond und Raumfahrt: China äußert sich zur Nutzung von Weltraumressourcen
China hat der UN eine Stellungnahme zur Nutzung von Weltraum-Ressourcen vorgelegt. Zudem hat es seine Pläne für den Mond erläutert.
China erachtet die Nutzung von Weltraumressourcen als zulässig und sieht sie damit als legal an. Jedoch müsse sie im Einklang mit dem Weltraumvertrag (Outer Space Treaty, OST) von 1967 erfolgen. Das teilte eine chinesische Delegation in einer Stellungnahme mit, die sie dem Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (Committee on the Peaceful Uses of Outer Space – Copuos) vorlegte, einem Gremium der Vereinten Nationen. Es regelt die Erforschung und Nutzung des Weltraums zum Nutzen der gesamten Menschheit.
Die Arbeitsgruppe trägt zur Gestaltung des internationalen Rechtsrahmens bei, der auch die Nutzung von Weltraumressourcen beinhaltet. Zentral ist hier der Weltraumvertrag, der seit 1967 besteht und überarbeitet werden soll.
"Dieses Engagement Chinas in der internationalen Diskussion über Weltraumressourcen ist eine positive Entwicklung", erklärte Christopher Johnson, Direktor für Rechtsangelegenheiten und Weltraumrecht bei der Secure World Foundation, Spacenews.
Es sei "begrüßenswert, dass China seinen Standpunkt zu diesen Themen klar darlegt, was anderen Staaten bei ihrer Herangehensweise und ihren Vorbereitungen auf die internationalen Diskussionen in der UNO hilft."
Der kommerzielle Sektor und der Weltraumvertrag
Eine Herausforderung beim Weltraumvertrag stellt der aufstrebende kommerzielle Sektor dar, der 1967 noch keine wichtige Rolle spielte. Daher richtet sich der Vertrag vor allem an Nationen und nicht an Firmen. Entsprechend haben die Diskussionen und Überlegungen zur Nutzung und Rechtmäßigkeit der Weltraumressourcen in den letzten Jahren zugenommen.
Ein zentrales Thema ist dabei, wie Staaten ihre nationalen Aktivitäten überwachen und sicherstellen, dass private Unternehmen die Gesetze einhalten (Artikel II der OST). "Ich freue mich, dass wichtige Konzepte wie Nachhaltigkeit, Koordinierung, Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung, gebührende Rücksichtnahme und die Erwähnung wissenschaftlicher Untersuchungen in der chinesischen Vorlage enthalten sind", erklärt Johnson.
Eine Hürde sind die Unterschiede bei den jeweiligen Standpunkten der USA und Chinas.