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Mond-Monopoly: Musks Wettlauf mit China um eine Mondstadt

Die Mond -Ziele von Musk könnten denen von China im Weg stehen. Doch gibt es bisher keine funktionierende Mondinfrastruktur, weder von den USA noch von China .
/ Patrick Klapetz
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Musk und Jinping streben beide den Bau einer Station auf dem Mond an. (Bild: Esa, hiclipart, freebiehive/Montage: Golem)
Musk und Jinping streben beide den Bau einer Station auf dem Mond an. Bild: Esa, hiclipart, freebiehive/Montage: Golem
Inhalt
  1. Mond-Monopoly: Musks Wettlauf mit China um eine Mondstadt
  2. Warum Musks Visionen an der Infrastruktur scheitern könnten

Elon Musk hat kürzlich verkündet , dass sich sein Unternehmen SpaceX auf den Bau einer selbst wachsenden Stadt auf dem Mond fokussieren werde. Dieses Ziel könnte in weniger als zehn Jahren erreicht werden. Damit könnte der Milliardär mit der von China geplanten Internationalen Mondforschungsstation ILRS um einen geeigneten und erstklassigen Platz auf der Mondoberfläche konkurrieren(öffnet im neuen Fenster) .

Die bevorstehenden robotischen Chang'e-Missionen sollen den Anstoß für die Errichtung der ILRS-Mondbasis geben, die nach der bisherigen Roadmap Pekings bis 2035 am Südpol des Trabanten fertiggestellt werden soll. Jedoch konnten weder China noch die USA bisher eine funktionierende Infrastruktur errichten, die für den Bau einer Mondstadt notwendig wäre.

Realitätscheck: Die gewaltigen Hürden einer Weltraum-Kolonie

Dennoch bietet eine Kolonie auf dem Mond einige Vorteile, die den bisherigen Zielen von SpaceX im Weg standen. Für die Errichtung einer Marsstadt wären Kosten, Entfernung und Gefahren viel höher. Deswegen sei es viel einfacher, die Ausbreitung des menschlichen Lebens auf dem Mond zu verfolgen, teilte Quentin Parker, Professor für Astrophysik an der Universität Hongkong, mit.

"Ich denke, Elon Musk realisiert, dass das Ausmaß seines Mars-Traums im Moment wahrscheinlich etwas zu ehrgeizig oder zu schwierig ist im Vergleich zur praktischen Realität dessen, was sein Unternehmen in den nächsten 10 bis 15 Jahren erreichen kann" , so Parker. "Wenn du ein Problem oder einen Notfall hast, bist du nur noch ein paar Tage von der Erde entfernt. Auf dem Mars wärst du davon noch Monate entfernt."

SpaceX könnte eines seiner Starship-Raumschiffe theoretisch alle zehn Tage zum Mond schicken. Wogegen sich beim Mars das Startfenster nur alle 26 Monate öffnet. Allein das würde bereits den Bau einer Mondstadt deutlich beschleunigen.

Musk befürchtet, dass eine "natürliche oder menschengemachte Katastrophe" die Nachschubschiffe von der Erde stoppen könnte. Das wiederum könnte dazu führen, dass eine Marskolonie aussterben könnte, während eine Mondstadt in weniger als einem Jahrzehnt im Grunde selbsterhaltend sein könnte.


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