Molniya: Russische Drohnen mit Magnet-Kompass gefunden
Laut einem Bericht von Defence Blog(öffnet im neuen Fenster) haben russische Einheiten begonnen, ihre Molniya-Drohnen mit einfachen Magnetkompassen(öffnet im neuen Fenster) nachzurüsten. Diese werden im Flug mit einer Kamera beobachtet.
Die Molniya ist eine kostengünstige Drohne mit mittlerer Reichweite, die von russischen Streitkräften eingesetzt wird. Die Kompasse kosten nur wenige Dollar pro Stück. Fotos zeigen, dass sie mit gewöhnlichen Schrauben am Rumpf befestigt werden.
Reichweite gegen Störsicherheit
Die Drohne setzt auf das quelloffene Funksystem ExpressLRS(öffnet im neuen Fenster), das unter guten Bedingungen eine Reichweite von rund 100 Kilometern ermöglichen soll. Manche Varianten nutzten offenbar auch Starlink-Verbindungen. Die ukrainische Pflicht zur lokalen Registrierung von Starlink-Terminals dürfte diese Option jedoch erschwert haben. Daneben existiert eine Version mit Glasfaserkabel. Sie hat eine geringere Reichweite, bietet dafür aber eine Verbindung, die sich nicht stören lässt.
Harmlos wird die Molniya dadurch nicht. Eine Drohne, die ihren Kurs auch nach dem Ausfall der Funkverbindung hält, bleibt eine reale Bedrohung für ukrainische Stellungen, egal wie simpel ihre Notlösung auf dem Papier wirkt.
Die Lücke, die GPS-Jamming reißt
Störungen der Satellitennavigation gehören mittlerweile zum Alltag über dem Kriegsgebiet und führen zu einer mangelhaften Positionsbestimmung. Diese Lücke soll der Kompass schließen, so improvisiert die Lösung auch wirkt. Den Fotos zufolge sitzt er direkt unter der FPV-Kamera der Drohne. Piloten sollen die Kamera im Flug nach unten kippen, den Kompass ablesen und die Angaben mit anderen verfügbaren Daten abgleichen.
- Anzeige Hier geht es zur DJI Mini 4 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.