Mojo Lens: Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse

Ein winziges Micro-LED-Display, ein Funkmodem, ein Akku - und kein Kabel: Der Chef von Mojo Lens hat seine AR-Kontaktlinse im Auge getragen.

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Prototyp der AR-Kontaktlinse von Mojo Lens
Prototyp der AR-Kontaktlinse von Mojo Lens (Bild: Mojo Lens)

Drew Perkins, Chef des kalifornischen Start-ups Mojo Vision, hat höchstpersönlich am 28. Juni 2022 den ersten Test des hauseigenen Prototyps absolviert und sich eine Augmented-Reality-Linse auf das Auge setzen lassen. Soweit bekannt, hat es sich dabei um das erste Mal gehandelt, dass ein Mensch ein derartiges Wearable getragen hat.

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Die Linse ist als Konkurrenz zu Mixed- und Augmented-Reality-Headsets gedacht. Sie misst keine Werte, sondern übermittelt Informationen.

Im konkreten Fall konnte Perkins über das eingebaute Display die Himmelsrichtung auf einem virtuellen Kompass sowie Bilder und einen Text sehen, den er wie von einem unsichtbaren Teleprompter ablesen konnte.

Mojo Vision arbeitet seit Jahren an dem Wearable. Um den nun abolvierten Test des laut Firmenblog "voll funktionsfähigen" Prototyps zu ermöglichen, habe man in den vergangenen Monaten vor allem an der Bereitstellung von ausreichend Energie und der Datenübertragung gearbeitet - was aus naheliegenden Gründen beides ohne Kabelverbindung funktionieren muss.

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Die Informationen auf der Linse werden auf einem monochromen Micro-LED-Bildschirmchen angezeigt. Das hat einen Durchmesser von gerade mal einem halben Millimeter - und ist laut Hersteller das weltweit kleinste Display, das dynamisch generierte Inhalte anzeigen kann. Die Pixeldichte liegt bei 14.000 ppi - was ebenfalls ein Rekord sei.

Ebenfalls in die Linse integriert sind ein Modem, das Daten über das 5-GHz-Band überträgt, sowie ein ARM-Core-M0-Prozesser. Zudem gibt es unter anderem zur Bedienung ein Accelerometer, ein Gyroskope und ein Magnetometer sowie einen selbst entwickelten Akku für die Stromversorgung.

Auch für Sportler als Trainingshilfe gedacht

Auf Basis des Prototyps sollen laut Mojo Vision nun weitere Tests und klinische Studien durchgeführt werden. Das Ziel sei eine Freigabe durch die Food and Drug Administration (FDA), damit die Kontaktlinse etwa Personen mit eingeschränkter Sicht bei der Bewältigung ihres Alltags helfen könne.

Als weitere Zielgruppe nennt Drew Perkins etwa Amateur- und Profisportler, die mit den angezeigten Informationen besser trainieren und so neue Höchstleistungen vollbringen können sollen. Der Firmenchef macht keine Angaben, bis wann er marktreife Produkte erwartet - aber vermutlich eher weniger als die meist geschätzten 10 bis 20 Jahre.

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christian_k 05. Jul 2022 / Themenstart

Ich habe über Jahre harte Kontraktionen getragen (übrigens von Menicon). Die können sehr...

JE 04. Jul 2022 / Themenstart

Ah, interessant- hatte zwar davon gehört, bin aber davon ausgegangen, daß das noch nicht...

Venterrazero 04. Jul 2022 / Themenstart

+1 Nice endlich mal einer der auch nur ein privat Display haben will auf dem...

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