Möglicher Rückschlag für Meta: Arbeiten an VR-Betriebssystem angeblich eingestellt

Der Meta-Konzern hat Insidern zufolge nach jahrelanger Entwicklung die Arbeiten an einem eigenen Betriebssystem für VR-Headsets eingestellt.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Meta-VR-Headsets müssen vielleicht auch künftig ohne eigenes Betriebssystem auskommen.
Meta-VR-Headsets müssen vielleicht auch künftig ohne eigenes Betriebssystem auskommen. (Bild: Kevork Djansezian via Getty Images)

Der ehemalige Facebook-Konzern Meta wird seine Virtual- und Augmented-Reality-Headsets möglicherweise auch zukünftig mit einem Betriebssystem auf Android-Basis betreiben. Die Arbeiten an einer hauseigenen Software-Lösung für Quest VR & Co. sind offenbar gescheitert.

Das berichtet die Website The Information unter Berufung auf Insider. Demnach hat Meta die Entwicklung einer System-Software namens XROS jüngst ohne Angabe von Gründen eingestellt. Das Projekt befand sich laut Bericht seit 2017 in Arbeit, über 300 Angestellte sollen daran beteiligt gewesen sein.

Intern betrachtet man die Einstellung von XROS dem Bericht zufolge als herben Rückschlag in dem Versuch, sich mit seinen VR- und AR-Headsets aus der Abhängigkeit von Google zu lösen. Anstelle eines eigenen Systems wolle Meta nun erneut auf eine modifizierte Open-Source-Version von Android setzen, wie sie bereits für existierende Oculus- und Quest-Headsets zum Einsatz kommt.

Kündigung des Team-Chefs als möglicher Auslöser

Das Aus für das eigene VR-Betriebssystem kam laut Bericht, kurz nachdem Team-Chef Mark Lucovsky seinen Dienst bei Meta quittiert hatte, um bei Google an einem ähnlichen Projekt zu arbeiten. Lucovsky reagierte laut The Information mit seinem Weggang auf die öffentlichen Anschuldigungen der Whistleblowerin Frances Haugen gegen Meta.

In einer Stellungnahme gegenüber The Verge dementierte Meta die Einstellung der Arbeiten an einem eigenen Betriebssystem für VR- und AR-Headsets. Die von CEO Mark Zuckerberg in der Vergangenheit bereits des Öfteren angepriesene Software befinde sich weiterhin in Arbeit. Meta-Vizepräsident Gabriel Aul äußerte sich via Twitter ähnlich.

Dort schrieb er, dass das Unternehmen unterschiedliche technische Ansätze verfolge, um sein Betriebssystem zu verwirklichen. Meta arbeite auch weiterhin an einem hochspezialisierten System für die eigenen Headsets. Für das damit betraute Team suche man gegenwärtig sogar nach neuen Mitarbeitern.

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