Möglicher Ersatz für Kohlefaser: Porsche entwickelt Karosserieteile auf Holzbasis

Porsche hat einen 718 Cayman GT4 für den Renneinsatz gebaut, dessen Front- und Heckschürze, Frontspoiler, Motor- und Heckhaube, Schmutzfänger und Luftauslass aus natürlichen Materialien bestehen(öffnet im neuen Fenster) . Damit werden Metall und Kunststoff ersetzt. Die neuen Materialien seien etwa so schwer und steif wie Teile aus Kohlefaser, teilte Porsche mit.
Während bei einigen Teilen Flachs eingesetzt werden konnte, entschied sich Porsche bei der Herstellung der Türen und des Heckflügels für einen Verbundwerkstoff auf der Grundlage von Balsaholz. Die Entwicklung basiert auf einer 2016 begonnenen Kooperation von Porsche, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI und dem Schweizer Unternehmen Bcomp.
Materialien auf Naturfaserbasis absorbieren nach Angaben von Porsche Vibrationen besser als herkömmliche Verbundstoffe. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Teile bei Unfällen in kleinere, stumpfere Stücke zersplittern.






Der teilweise aus natürlichen Materialen bestehende 718 Cayman GT4 soll beim 24-Stunden-Rennen 2020 auf dem Nürburgring an den Start gehen. Vermutlich wird das Bodykit über Manthey Racing auch für private Rennfahrer angeboten. Preise wurden nicht bekanntgegeben.
Es ist nicht der erste Versuch, Karosserieteile aus natürlichen Bestandteilen zu erstellen. So wurden beispielsweise beim in der DDR produzierten Trabant 601 Karosserieteile aus einem Material hergestellt, die aus Baumwolle und Phenolharz bestanden(öffnet im neuen Fenster) .



