Sprengstoff: Drohnenabsturz führte zu Sperrung von Flughafen Leipzig-Halle
In der Nacht vom 4. August wurde kurz vor 24 Uhr ein unbekanntes Flugobjekt über dem Flughafen Leipzig-Halle gesichtet. Offenbar handelte es sich dabei um eine ferngesteuerte Drohne, wie die Süddeutsche Zeitung(öffnet im neuen Fenster) und öffentlich-rechtliche Medien(öffnet im neuen Fenster) berichten. Laut Polizeiinformationen wurde die Drohne am Morgen darauf gefunden. An ihr war eine unbekannte Masse befestigt.
Die Polizei hat mittlerweile auch bestätigt, dass es sich bei der Ladung um Sprengstoff vom Typ Semtex und PETN handelte(öffnet im neuen Fenster). Daran wurde auch ein Zünder angebracht. Der Flughafen wurde deshalb aus Sicherheitsgründen gesperrt. Dadurch kam es vor allem beim Frachtverkehr zu Verzögerungen.
Kollisionskurs mit Antonow-Maschine
Die Drohne hatte offenbar ein ukrainisches Antonow-Transportflugzeug zum Ziel, das für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine vorgesehen war. Generell gilt der Flughafen Leipzig-Halle als ein wichtiges Logistikzentrum für die Lieferung westlicher Güter und Waffen zur Unterstützung der Ukraine. In der Vergangenheit war er deshalb bereits Ziel russischer Geheimdienste und Sabotage(öffnet im neuen Fenster).
Laut Polizeibericht kollidierte wohl auch ein Flugzeug in der Luft mit einem weiteren Objekt, nachdem es durch die Flughafensperrung nicht direkt landen konnte. Die Maschine wurde dadurch nur leicht beschädigt. Niemand wurde verletzt.
Die Ermittlungen ergeben bisher kein klares Bild, ob es sich bei den Vorfällen um einen Sabotageakt handelt. Es deuten aber viele Dinge darauf hin. Sie wurden von der Polizei deshalb als ein mögliches Staatsschutzdelikt, also eine Bedrohung der Staatssicherheit und deren Einrichtungen, eingestuft. Welche Konsequenzen das mit sich zieht, ist bisher nicht klar.
Isac ist eine Technik, die Drohnen per Mobilfunk erkennt – wie das geht, erklären wir in diesem Golem-Plus-Artikel.
Nachtrag vom 5. August 2026, 16:06 Uhr
Mehrere Quellen bestätigen, dass es sich bei der Ladung tatsächlich um Sprengstoff handelte. Wir haben den Text entsprechend ergänzt.
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