• IT-Karriere:
  • Services:

Mögliche Besiedelung: Ein autonomer Roboter soll Höhlen auf dem Mond erkunden

Wird die Besiedelung des Monds doch noch Realität? Die Esa will mit Hilfe eines Roboters eine wichtige Basis dafür schaffen.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
So könnte der Roboter Daedalus beim Einsatz auf dem Mond aussehen.
So könnte der Roboter Daedalus beim Einsatz auf dem Mond aussehen. (Bild: ESA)

Die europäische Raumfahrtorganisation Esa arbeitet an einem autonomen Roboter zur Erforschung von Höhlen auf dem Mond. Der in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg konstruierte Daedalus (kurz für Descent And Exploration in Deep Autonomy of Lunar Underground Structures) soll eigenständig Hohlräume unterhalb der Planetenoberfläche erkunden, um mögliche Orte für den Bau einer stationären Siedlung aufzuspüren.

Stellenmarkt
  1. Nagel-Group | Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München
  2. Die Autobahn GmbH des Bundes, Hamm, Münster, Gelsenkirchen

Die Esa hofft darauf, dass Höhlen den zum Überleben auf dem Erdtrabanten nötigen Schutz vor Strahlung, Mikrometeoriten und extremen Temperaturen bieten können. Im Idealfall könnten vom Roboter lokaliserte Eis-Reservoirs zudem Zugriff auf Trinkwasser ermöglichen. Zunächst soll Daedalus grundlegende Anhaltspunkte darüber liefern, ob Mondhöhlen überhaupt als Rückzugsort für menschliches Leben taugen.

Dazu will die Esa den Roboter über einen langen Haltegurt in eine Höhlenöffnung herablassen. Sobald er den Grund erreicht hat, bewegt er sich aus eigener Kraft fort. Möglich macht das eine Kunststoffsphäre mit einem Durchmesser von 46 Zentimetern, die den Roboter umhüllt. Sie dient sowohl als Antrieb als auch als Schutz vor der unwirtlichen Umgebung. Der in die Höhle abgesenkte Transportgurt fungiert gleichzeitig als WLAN-Empfänger und überträgt die Aufzeichnungen des Roboters an die Esa.

360-Grad-Erfassung via Laser-Radar-System

Daedalus ist laut der Raumfahrtorganisation mit 3D-Kameras, einem Laser-Radar-System, Temperatursensoren sowie einem Strahlungsmesser ausgestattet. Die Werkzeuge ermöglichen ihm eine 360-Grad-Erfassung und -Analyse seiner Umwelt. Hindernisse erkennt und umfährt er eigenständig oder räumt sie mit Hilfe ausfahrbarer Arme aus dem Weg.

Eine der größten Herausforderungen beim Bau einer praxistauglichen Version des Roboters ist laut Esa die nötige Robustheit bei gleichzeitiger maximaler Bewegungsfreiheit. Ob und wenn ja, wann das Gerät tatsächlich zu seiner ersten Höhlenerkundung aufbricht, bleibt unklar. Daedalus ist Teil einer größeren Studie der Esa zur Erforschung von Höhlensystemen auf dem Mond. Daran sind mehrere europäische Einrichtungen beteiligt, darunter die Jacobs-Universität in Bremen sowie mehrere Forschungsinstitute in Italien.

Mond: Eine Biografie

Neben der Esa arbeitet auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa an der Erkundung von Höhlen auf fremden Planeten. Unter der Bezeichnung Reachbot entwickelt ein Wissenschaftler der Stanford University gegenwärtig die Technik für einen Kletterroboter. Der soll künftig mit ausfahrbaren Stäben und Motoren Höhlen und Klüfte auf dem Mars erkunden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (1TB für 41,65€, 5TB für 92,65€)
  2. (u. a. Hitman 3 - Epic Games Store Key für 34,49€, Medieval Dynasty für 8,99€)
  3. 2.449,00€
  4. gratis (bis 22.04.)

Benutztername12345 25. Mär 2021 / Themenstart

Was ist an der Umgebung (für einen Roboter) so unwirtlich, dass er davor geschützt werden...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Polestar 2 Probe gefahren

Wir sind mit dem Polestar 2 eine längere Strecke gefahren und waren von dem Elektroauto von Volvo angetan.

Polestar 2 Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /