Modulares Smartphone: Moto Z3 Play hat 2:1-Display, aber keine Kopfhörerbuchse

Lenovo hat das Moto Z3 Play vorgestellt. Im Vergleich zum Moto Z2 Play gibt es ein 2:1-Display und eine Dualkamera. Bei der Akkukapazität gibt es keine Verbesserung, und es fehlt eine Kopfhörerbuchse. Das Smartphone liefert Mittelklasse-Ausstattung zum Preis des Oberklasse-Smartphones Oneplus 6.

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Moto Z3 Play
Moto Z3 Play (Bild: Lenovo)

Mit dem Moto Z3 Play verändert Lenovo erstmals seit der Einführung des ersten Moto-Z-Smartphones das grundlegende Erscheinungsbild des Gerätes. Denn der Hersteller muss sich bei der Gestaltung an Vorgaben halten, damit das Smartphone weiterhin mit bestehenden Modulen verwendet werden kann. Die Gehäusemaße sind aus diesem Grund vorgegeben. Mit dem Trend zu Smartphones im 2:1-Displayformat sind neue Möglichkeiten verfügbar.

Statt eines sonst bei den Moto-Z-Smartphones üblichen 5,5-Zoll-Displays gibt es nun einen 6 Zoll großen Touchscreen im 2:1-Format, das von den Herstellern üblicherweise als 18:9 beworben wird. Die Auflösung hat sich durch das Format von 1.920 x 1.080 Pixeln auf 2.160 x 1.080 Pixel erhöht. Das Super-Amoled-Display wird mittels Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Beschädigungen geschützt. Es gibt wieder die Moto-Display-Funktion, um sich über Benachrichtigungen zu informieren, ohne das Gerät aktiv einschalten zu müssen.

Auf der Rückseite befindet sich der typische Moto-Mod-Anschluss, um das Smartphone mit Hilfe von Modulen mit neuen Funktionen und Möglichkeiten zu versorgen. Es gibt Akkumodule, Kameraaufsätze, Lautsprecher, einen Projektor, einen Drucker, ein Gamepad und eine induktive Lademöglichkeit. Ende 2016 rief Lenovo das ambitionierte Ziel aus, pro Jahr zwölf neue Module auf den Markt bringen zu wollen. Dieses Ziel wurde auch 1,5 Jahre später nicht eingelöst. In Deutschland sind seitdem nur acht neue Module erschienen, und seit März 2018 kamen keine neuen dazu. Das Moto Z3 Play erscheint mit dem Akkumodul Power Pack Mod, das um die 50 Euro kostet, aber keinen eigenen Ladeanschluss besitzt und nur zusammen mit einem Moto-Z-Smartphone geladen werden kann.

Aus der 12-Megapixel-Dual-Pixel-Kamera beim Moto Z2 Play ist eine Dualkamera mit einem 12- und einem 5-Megapixel-Sensor mit einer Blende von f/1.7 geworden. Damit sind typische Porträtaufnahmen mit guter Hintergrundunschärfe möglich. Vorne wurde eine 8-Megapixel-Kamera für Selbstporträts und Telefoniefunktionen eingebaut.

Der bisher auf der Vorderseite befindliche Fingerabdrucksensor ist auf die Seite des Geräts gewandert, weil auf der Vorderseite durch das neue Displayformat kein Platz mehr ist. Aufgrund der Moto-Mod-Funktionen kann der Sensor nicht auf die Gehäuserückseite gelegt werden. Er wäre verdeckt, sobald ein Modul angedockt ist.

Akkukapazität wie beim Moto Z2 Play

Das Moto Z3 Play nutzt Qualcomms Octa-Core-Chip Snapdragon 636 mit einer Taktrate von bis zu 1,8 GHz. Es gibt 4 GByte Arbeitsspeicher und standardmäßig 32 GByte Flash-Speicher sowie einen Steckplatz für Speicherkarten. Zudem will Lenovo ein 64-GByte-Modell anbieten. Das LTE-Smartphone unterstützt WLAN-ac, Bluetooth 5.0, NFC und hat einen GPS-Empfänger sowie einen USB-Type-C-Anschluss. In Deutschland wird das Moto Z3 Play wohl als vollwertiges Dual-SIM-Gerät angeboten. Die bisher bei den Z-Play-Modellen vorhandene 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern gibt es nicht mehr.

  • Moto Z3 Play mit Akkumodul (Bild: Lenovo)
  • Moto Z3 Play (Bild: Lenovo)
Moto Z3 Play (Bild: Lenovo)

Das neue Modell hat einen 3.000-mAh-Akku, also die gleiche Kapazität wie beim Moto Z2 Play. Das erste Moto Z Play hatte einen 3.510-mAh-Akku und erreichte damit eine besonders lange Akkulaufzeit, die das Moto Z2 Play nicht mehr schaffte. Für das neue Modell verspricht der Hersteller eine Laufzeit von 40 Stunden, beim Vorgänger waren es 30 Stunden, für das Moto Z Play wurden 50 Stunden angegeben.

Moto Z3 Play so teuer wie Oneplus 6

Das Moto Z3 Play erscheint mit Android 8.1 alias Oreo, große Anpassungen an der Oberfläche nimmt der Hersteller nicht vor. Es gibt aber einige Komfortfunktionen, die beim normalen Android fehlen. Dazu gehören Moto Actions, um mittels Gesten die Taschenlampe oder die Kamera zu aktivieren.

Lenovo will das Moto Z3 Play irgendwann im Sommer 2018 auf den Markt bringen. In den USA wird das Smartphone zusammen mit dem genannten Akkumodul ohne eigene Lademöglichkeit für 500 US-Dollar erscheinen. Einen Preis für Deutschland nannte der Hersteller auf Nachfrage nicht. Das war auch beim Moto Z2 Play so, das Mitte Juni 2017 vorgestellt wurde und dann im August für 520 Euro auf den Markt kam. Ähnlich könnte es beim Moto Z3 Play sein. Für den gleichen Preis bekommt der Käufer derzeit das Oneplus 6 mit einem schnelleren Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und einem größeren Akku - dafür fehlt die modulare Erweiterbarkeit.

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crustenscharbap 09. Jun 2018

Beim Nokia 7+ zum Beispiel erhält ihr ein flotteren Prozessor, 64GB Speicher, Android...

demon driver 08. Jun 2018

Ich teile die Kritik an den seit einiger Zeit wieder größer werdenden Gerätemaßen, aber...

pk_erchner 07. Jun 2018

Also fairer Direkt Vergleich iPhone (1-10) Permutation normal, s, xl

Dwalinn 07. Jun 2018

Das stimmt, selbst zu den ursprünglichen 180-200¤ war das ganze noch okay. Als es dann...



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