Modulares Smartphone: Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro

Das Anfang Juni 2017 vorgestellte Moto Z2 Play kommt im August 2017 für 520 Euro auf den deutschen Markt. In Deutschland liegt dem modularen Smartphone das Lautsprecher-Mod Soundboost 2 von JBL im Gegenwert von 100 Euro bei. Dafür erhalten Käufer kein normales Style Shell Mod, um es als Platzhalter auf die Rückseite zu pappen. Auf der Motorola-Webseite kann das Moto Z2 Play(öffnet im neuen Fenster) für 500 Euro vorbestellt werden - ob dann ebenfalls das Lautsprecher-Mod dabei ist, ist derzeit unklar, erwähnt ist es nicht.

Die bisherigen Moto-Z-Smartphones wurden immer mit einem Style-Shell-Mod ausgeliefert. Das Mod hatte keine Funktion, sorgte aber dafür, dass der Mod-Anschluss vor Dreck und Beschädigungen geschützt war. Außerdem sind viele Style-Shell-Mods mit einer angerauten Oberseite versehen, so dass einem das Smartphone nicht so leicht aus der Hand rutscht. Wer darauf Wert legt und bisher kein Moto-Z-Smartphone besessen hat, müsste dann 20 Euro für ein Style-Shell-Mod investieren.
Kürzere Akkulaufzeit als das erste Moto Z Play
Mit dem Moto Z2 Play knüpft Lenovo nicht an die Vorzüge des Moto Z Play an, das mit einer besonders langen Akkulaufzeit zu überzeugen weiß. In unserem Akkulaufzeittest spielt das Moto Z Play ein Full-HD-Video ununterbrochen 18 Stunden am Stück ab. Damit gehört es zur Spitzenklasse. Im Praxistest sind durchaus drei Tage intensive Nutzung möglich, ohne dass der Akku zwischendurch geladen werden muss.







Auf all diese Vorzüge verzichtet Lenovo beim Moto Z2 Play. Lenovo selbst gibt für das Vorgängermodell mit 3.510-mAh-Akku eine Akkulaufzeit von 50 Stunden an. Beim Neuling sind es mit 3.000-mAh-Akku nur noch 30 Stunden. Ausgehend davon wird also das Moto Z2 Play Akkulaufzeiten wie viele andere Smartphones aufweisen und in diesem Punkt keine Sonderstellung mehr einnehmen. Der kleinere Akku hat das neue Smartphone dünner und leichter gemacht.
Neue Kamera und neuer Prozessor
Änderungen gibt es auch bei der Kameratechnik. Aus der 16-Megapixel-Kamera ist eine 12-Megapixel-Dual-Pixel-Kamera mit Laser-Autofokus und einer Blende von f/1.7 geworden. Die neue Kamera soll somit bei schlechten Lichtverhältnissen noch sehr gute Bilder machen. Der Autofokus soll eine Reichweite von bis zu fünf Metern haben und weiter entfernte Objekte noch scharfstellen können. Wie auch bei den anderen Moto-Z-Smartphones ragt die Kamera aus dem Gehäuse. Die Kamera dient als Fixierpunkt für die Module. Auf der Vorderseite befindet sich wieder eine 5-Megapixel-Kamera, die mit einem zweifachen LED-Blitz versehen ist.
Aus dem Snapdragon 625 wurde im Moto Z2 Play ein Snapdragon 626. Der Octa-Core-Prozessor läuft mit bis zu 2,2 GHz Taktrate und soll dem Play-Modell eine höhere Geschwindigkeit bringen. Lenovo bringt das neue Modell in Deutschland mit 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte Flash-Speicher auf den Markt.
In Kürze will Lenovo auch weitere Moto-Mods anbieten, darunter zwei verschiedene Akku-Mods und ein Mod mit induktiver Ladetechnik.
Gamepad-Mod kommt erst später
Zwei weitere der Anfang Juni 2017 vorgestellten Moto Mods von Lenovo sollen ebenfalls im August 2017 in Deutschland erscheinen. Ausgenommen ist das Moto Gamepad Mod(öffnet im neuen Fenster) , das erst im vierten Quartal 2017 in den Verkauf kommen soll und dann 90 Euro kosten wird.













Bereits im August 2017 soll es das Moto Style Shell mit kabelloser Ladefunktion(öffnet im neuen Fenster) zum Preis von 50 Euro geben. Das Mod ist nur minimal dicker als ein normales Moto Style Shell und erlaubt drahtloses Aufladen mit bis zu zehn Watt. Es funktioniert mit Qi- und PMA-Ladeschalen. Die Module sollen in verschiedenen Designs erscheinen, so dass der Kunde das Design seines Smartphones damit noch verändern kann.
Das Lautsprecher-Mod JBL Soundboost 2(öffnet im neuen Fenster) wird auch einzeln für 100 Euro verkauft und richtet sich an Kunden, die ein Moto-Z-Smartphone der ersten Generation besitzen. Der Lautsprecher ist jetzt spritzwassergeschützt, besitzt zwei 27-mm-Lautsprecher und einen 1.000-mAh-Akku, mit dem das Mod bis zu zehn Stunden verwendet werden kann. Der Standfuß des Vorgängers ist wieder dabei. Auch dem neuen Modell fehlt eine Anschlussmöglichkeiten für andere Zuspielgeräte. Es kann also nur mit den Moto-Z-Smartphones verwendet werden.
Hochleistungs-Akku-Mod kostet 70 Euro
Im August erscheint auch das Moto Turbopower Pack(öffnet im neuen Fenster) für 70 Euro. Der Käufer erhält dafür einen andockbaren Akku mit einer Kapazität von 3.490 mAh. Damit ist es das leistungsfähigste Akku-Mod, das bisher verfügbar ist. Bisher war das Akku-Mod von Mophie mit 3.000 mAh führend, das allerdings nur in den USA angeboten wurde. Wie auch das Mophie-Modell hat die Lenovo-Ausführung einen USB-C-Ladeanschluss, so dass sich Mod laden lässt, ohne dass es mit dem Smartphone verbunden sein muss.













Das neue Akku-Mod wird auch eine Schnelllademöglichkeit bieten, um den Smartphone-Akku besonders zügig zu laden. Auch das Akku-Mod selbst unterstützt Schnellladetechnik und soll in gerade mal 20 Minuten 50 Prozent der Kapazität erhalten. Das 95 Gramm schwere Akku-Mod ist 5,6 mm dick; ein Moto-Z-Smartphone wird damit also entsprechend schwerer und dicker.
In diesem Jahr wurden von Lenovo bisher fünf neue Module für die Moto-Z-Smartphones angekündigt; verfügbar ist bisher noch keines davon. Lenovo selbst hat sich zum Ziel gesetzt, zwölf neue Mods pro Jahr auf den Markt zu bringen. Wenn sich Lenovo an diesen Plan hält, müssten also noch mindestens weitere sieben Module im Laufe des Jahres folgen.
Kleineres Akku-Mod soll auch bald erscheinen
In den nächsten Wochen soll das eigentlich für März 2017 versprochene Akku-Mod auf den Markt kommen, sagte Lenovo auf Nachfrage von Golem.de. Auf der Moto-Mod-Übersichtsseite(öffnet im neuen Fenster) ist das verspätete Akku-Mod im Unterschied zu den anderen Neuvorstellungen bisher allerdings nicht aufgeführt. Der Preis wird unverändert bei 50 Euro liegen. Das Akku-Mod mit einer Kapazität von 2.200 mAh wurde auf dem Mobile World Congress 2017 vorgestellt und ist dünner als das Turbo Power Pack Mod. Dafür fehlen Komfortfunktionen wie Schnellladetechnik für Mod und Smartphone sowie ein USB-Ladeanschluss. Das 50-Euro-Akku-Mod kann also nur geladen werden, wenn es mit einem Moto-Z-Smartphone verbunden ist.



