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Modularer Aufbau: Meteor-Lake-Testmuster mit zwei Compute-Tiles aufgetaucht

Durch die Fertigung aus einzelnen Elementen gewinnt Intel die gleiche Flexibilität wie AMD. Ein Testmuster hat einen anderen Aufbau.

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Eigentlich besteht Meteor Lake aus vier Tiles. Offenbar hat Intel aber auch andere Varianten getestet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Twitter-Leaker Yuuki-Ans hat ein Bild von einem Thermal-Test-Sample einer Meteor-Lake-CPU geteilt. Der Chip hat einen anderen Aufbau als die später offiziell vorgestellten Prozessoren. Aktuell verfügbare Meteor-Lake-CPUs bestehen aus vier Tiles, wobei einer davon die CPU-Kerne beinhaltet.

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Der Compute-Tile ist im Intel-4-Prozess gefertigt und besteht aus bis zu sechs Performance-Kernen und acht Effizienz-Kernen. Das von Yuuki gezeigte Testmuster setzt auf zwei Tiles, die sich in der Größe leicht unterscheiden. Insgesamt ändern sich die Gesamtmaße des Chips aber nicht, mehr Kerne dürfte die CPU also nicht haben.

Da mit einem Thermal-Test-Sample vor allem die Hitzeentwicklung und benötigte Kühlung getestet werden soll, könnten die CPU-Kerne schlicht aufgeteilt worden sein. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Tiles vermutet Tomshardware, dass die Performance- und Effizienz-Kerne jeweils in einem eigenen Tile untergebracht sind.

CPU-Kerne von TSMC?

Die Gründe für die Aufteilung lassen sich nur mutmaßen. Intel könnte beispielsweise geplant haben, einen Teil der CPU-Kerne bei TSMC herstellen zu lassen. Möglicherweise konnte der Hersteller aber auch im frühen Produktionsstadium noch keine größeren Tiles im Intel-4-Node herstellen. Etwas abwegig wäre die Theorie, dass hier identische CPU-Kerne je einmal aus Intel- und TSCM-Fertigung verbaut sind, um die Vor- und Nachteile in der Praxis zu testen.

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So schnell wird man vermutlich nicht erfahren, was Intel hier tatsächlich ausprobiert hat. Es gibt aber einen Ausblick in die Zukunft, in der wir mit Sicherheit auch Desktop- und Notebook-Prozessoren von Intel sehen werden, in denen mehrere Compute-Tiles zum Einsatz kommen. Bei AMD ist dieses Konzept längst üblich, alle Ryzen-CPUs mit mehr als acht Kernen setzen auf mindestens zwei CCDs (Core Complex Die).