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Modulare Geräte: Phonebloks will nicht aufgeben

Das Phonebloks-Team will weiter an der Idee eines voll modularen Smartphones festhalten. Das Projekt hat mit dem Rückzug von Google einen herben Rückschlag erlitten. Das Team hofft auf Unterstützer, die mehr Mut und Weitsicht als Google beweisen und das Projekt fortführen.
/ Ingo Pakalski
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Nicht nur ein modulares Smartphone ist denkbar. (Bild: Phonebloks)
Nicht nur ein modulares Smartphone ist denkbar. Bild: Phonebloks

Mit dem Aus für das Project Ara hat die Idee eines voll modularen Smartphones einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Bisher war Google eine wichtige und treibende Kraft hinter diesem Projekt. Der ursprüngliche Ansatz vom Phonebloks-Team rund um Dave Hakkens ist damit erst einmal weit von einer Realisierung entfernt. Phonebloks hatte sich frühzeitig mit Google verbündet, um das Project-Ara-Smartphone Realität werden zu lassen.

Phonebloks zeigt modulare Geräte – Trailer
Phonebloks zeigt modulare Geräte – Trailer (01:04)

Das Phonebloks-Team(öffnet im neuen Fenster) hat ein Video veröffentlicht, mit dem die Vision voll modularer Geräte aufrechterhalten werden soll. Dabei konzentriert sich das Video nicht allein auf Smartphones, deren Module ausgetauscht werden können. Auch andere Geräte wie Tablets, Notebooks oder Smartwatches ließen sich mit Modulbauweise herstellen. Damit soll auch das Anfallen von Elektroschrott vermindert werden. Mit Blocks ist ein Projekt einer modularen Smartwatch bereits recht weit vorangeschritten.

Beliebige Komponenten sollen austauschbar sein

Mit der Modulbauweise sollen sich auch zentrale Komponenten eines Geräts austauschen lassen, wie etwa der Prozessor, das Display oder die Kamera. Wenn die betreffende Komponente nicht mehr zeitgemäß ist, brauchen Kunden nur die passenden Module zu kaufen und erhalten so wieder ein Gerät mit zeitgemäßer Ausstattung.

Diese Idee setzt ein entsprechendes Ökosystem voraus. Google gehörte zu den Unternehmen, denen der Aufbau eines solchen zugetraut wurde, in diesem Monat wurde Project Ara jedoch offiziell für beendet erklärt. Der Phonebloks-Ideengeber Dave Hakkens(öffnet im neuen Fenster) zeigte sich kurz darauf entsprechend enttäuscht und betont, dass die Idee eines modularen Smartphones kein Projekt ist, das innerhalb von zwei Jahren auf den Markt zu bringen ist – eine etwas versteckte Kritik an Google, das eben nicht die nötige Weitsicht und das erforderliche Durchhaltevermögen gezeigt hat.

Auch Puzzle Phone hat Probleme

Stattdessen sei ein solches Projekt auf mehrere Jahre ausgerichtet und brauche Zeit, bis es sich entwickeln könne. Dafür brauche es verlässliche Partner, die das Phonebloks-Team nun finden will, um die Idee modularer Geräte fortzuführen. Derzeit ist nicht absehbar, ob dieser Plan aufgeht.

Erst vor einigen Wochen mussten die Macher des Projekts rund um das Puzzle Phone eingestehen, dass das modulare Smartphone des finnischen Startups Circular Devices nicht mehr in diesem Jahr erscheinen(öffnet im neuen Fenster) werde. Grund sind Finanzierungsprobleme, die das Startup so schnell es geht lösen will.


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