Abo
  • Services:

Modesetting: Debian und Ubuntu verzichten auf Intels X11-Treiber

Wegen der Probleme mit Intels X11-Treiber werden Debian und Ubuntu diese nicht mehr verwenden. Stattdessen soll der generische Modesetting-Treiber genutzt werden, der leichter gepflegt werden kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Intel GPUs sollen in Ubuntu und Debian ohne den Intel-DDX genutzt werden.
Intel GPUs sollen in Ubuntu und Debian ohne den Intel-DDX genutzt werden. (Bild: PCGH)

Seit vergangener Woche werde in Debian Unstable alias Sid sowie in der kommenden Ubuntu-Version Yakkety Yak der generische Modesetting-Treiber für den X-Server bei Intel-GPUs ab der Generation 4 eingesetzt, berichtet der Paketbetreuer Timo Aaltonen in seinem Blog. Die genannten Linux-Distributionen sowie ihre Derivate verzichten damit auf den gerätespezifischen X11-Treiber (DDX) von Intel.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Begründet wird dieser Wechsel damit, dass das zuständige Team nicht mehr dem Git-Entwicklungszweig des Intel-DDX "hinterherjagen" müsse. Immerhin habe es seit fast drei Jahren keine stabile Veröffentlichung dieses Treibers gegeben und der letzte Entwicklungsschnappschuss sei bereits vor eineinhalb Jahren erschienen.

Die Paketbetreuer sind dadurch gezwungen, die Entwicklung in dem Git-Zweig sehr eng zu verfolgen, um etwa Fehler beheben zu können, was aber auch ein sehr großer Aufwand ist. Erst vor wenigen Wochen bestätigte der KDE-Entwickler Martin Gräßlin, dass daraus auch für ihn Probleme entstünden. Letztlich ist dieses Entwicklungsmodell auch für die Nutzer nicht unbedingt von Vorteil.

Generische Modesetting-Treiber als Standard

Statt dem DDX von Intel testet das Team zurzeit die Verwendung des generischen Modesetting-Treibers, der mittlerweile als Bestandteil des X-Servers selbst entwickelt wird. Dieser greift direkt auf das Kernel-Mode-Setting des Linux-Kernels zurück und könnte langfristig theoretisch die Verwendung eines DDX unnötig machen.

Zur 2D-Beschleunigung wird laut Aaltonen künftig die Technik Glamor genutzt. Diese verwendet OpenGL-Aufrufe zur beschleunigten Grafikdarstellung. Die spezifischen Beschleunigungsmethoden des Intel-DDX sind damit nicht mehr verfügbar. Glamor wird auch für die AMD-Treiber verwendet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samsung UE-55NU7179 TV 455€)
  2. (u. a. Samsung 31,5 Zoll Curved Monitor 329€)
  3. (reduzierte Grafikkarten, Monitore, Gehäuse und mehr)

1ras 08. Sep 2016

Und lässt Sicherheitslücken bis dahin sperrangelweit offen, super Konzept. Man könnte...

1ras 08. Sep 2016

Wie war das gleich wieder mit den Argumenten?

gaciju 25. Jul 2016

Benutze ebenfalls seit Monaten den Modesetting Treiber mit Skylake (HD 530) und habe auch...


Folgen Sie uns
       


Magic Leap One Creator Edition ausprobiert

Mit der One Creator Edition hat Magic Leap endlich seine seit Jahren angekündigte AR-Brille veröffentlicht. In Teilbereichen ist sie besser als Microsofts Hololens, in anderen aber schlechter.

Magic Leap One Creator Edition ausprobiert Video aufrufen
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
    IMHO
    Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

    Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
    Ein IMHO von Michael Wieczorek

    1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
    2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
    3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
    Gaming-Tastaturen im Test
    Neue Switches für Gamer und Tipper

    Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
    2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
    3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

      •  /