Modern Warfare 4: Infinity Ward setzt auf weniger Chaos und mehr Kontrolle
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Nach ein paar Minuten mit dem Multiplayer von Modern Warfare 4 ist klar: Das Entwicklerstudio Infinity Ward(öffnet im neuen Fenster) versucht (natürlich) nicht, Call of Duty neu zu erfinden. Stattdessen wollen die Entwickler viele Systeme entschlacken, verständlicher machen und gleichzeitig mehr Freiheiten bieten.
Das Ergebnis spielt sich aber an mehreren Stellen anders als die letzten Serienteile. Das stellten wir beim Hands-on im Rahmen des Summer Game Fest 2026 fest.
Besonders auffällig: Die Karten vermitteln einen aufgeräumteren Eindruck als zuletzt. Sichtlinien sind klarer, Laufwege einfacher nachvollziehbar und Gefechte entstehen häufig dort, wo man sie erwartet.
Statt ständig die Umgebung absuchen oder jede Ecke doppelt kontrollieren zu müssen, kommt man schneller ins Duell mit anderen Spielern. Infinity Ward spricht von einem besseren Spielfluss als einem der wichtigsten Entwicklerziele. Diesen Eindruck hinterlässt die Anspielsession. Die Karten wirken übersichtlich, ohne langweilig oder zu offen zu werden.
Dazu passt die grundsätzliche Philosophie des Teams. Modern Warfare 4 soll sich wieder stärker wie ein klassisches Modern Warfare anfühlen. Einer der Entwickler bezeichnete das Spiel als eine Art "Heimkehr" für langjährige Fans der Reihe.
Gemeint ist damit allerdings keine Rückkehr in die Vergangenheit, sondern eine Mischung aus vertrautem Spielgefühl und modernen Komfortfunktionen. Erfahrene Spieler sollen ebenso abgeholt werden wie solche, die vielleicht einige Jahre pausiert haben und nun zurückkehren möchten.
Gleichzeitig fällt auf, wie flüssig sich die Spielfigur durch die Umgebung bewegt. Infinity Ward hat das Bewegungssystem überarbeitet und von Grund auf neu aufgebaut. Klettern, Hochziehen und das Überwinden von Hindernissen funktionieren natürlicher als früher.
Neu ist beispielsweise, dass sich Rohre erklimmen lassen und viele Bewegungsabläufe weniger starr wirken. Die Entwickler wollten bewusst vermeiden, dass das Spiel den Spieler ständig ausbremst. "Wir wollen nicht, dass das Spiel dem Spieler auf die Finger klopft und sagt, dass etwas nicht geht", sagte ein Entwickler.
Trotz der zusätzlichen Freiheiten wirkte Modern Warfare 4 auf uns weniger hektisch als einige der jüngeren Ableger. Statt maximaler Akrobatik steht ein kontrolliertes, gut lesbares Spielgefühl im Vordergrund.
Eine der interessantesten Neuerungen steckt im Waffensystem. Wer in den vergangenen Jahren versucht hat, sich durch die immer komplexeren Waffenbaukästen von Call of Duty zu arbeiten, dürfte den neuen Assistenten namens Gunny schnell zu schätzen wissen.
Per Tastendruck erstellt das System komplette Waffenkonfigurationen auf Basis verschiedener Spielstile. Wichtig: Gunny ist keine KI. Die vorgeschlagenen Builds wurden laut Infinity Ward vollständig von Hand erstellt und greifen ausschließlich auf die Aufsätze zurück, die der jeweilige Spieler bereits freigeschaltet hat. Selbst ungewöhnliche oder besonders ausgefallene Kombinationen stammen direkt vom Waffen-Team.
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