Modem: 1&1 beendet Call-by-Call Internet
1&1 kündigt allen, die Internet Call-by-Call per Modem oder ISDN-Einwahl nutzen. Einen entsprechenden Bericht des Onlinemagazins Teltarif(öffnet im neuen Fenster) hat das Unternehmen Golem.de bestätigt. Der Nutzer wählt sich hierbei mit Einwahlnummer und Login-Daten per ISDN-Karte oder Modem(öffnet im neuen Fenster) ins Internet ein und baut so eine Verbindung auf.
Unternehmenssprecher Peter Manderfeld sagte Golem.de: "Unsere Vordienstleister für Schmalband werden das Produkt abschalten, daher mussten wir die Verträge unserer Kunden ebenfalls kündigen. Wir haben die Verträge der wenigen Schmalband-Nutzer zum 31.3. gekündigt. Die Schmalband-Einwahlnummern werden von den Vordienstleistern abgeschaltet."
Laut Teltarif hatte 1&1 bis zum Jahr 2013 den Tarif Easy Basic vermarktet. Mit ISDN-Kanalbündelung konnte eine Datenrate von 128 KBit/s erreicht werden, sonst waren 64 KBit/s möglich.
Ende 2015 noch neun Millionen Schmalbandkunden
Nach Angaben der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) vom Mai 2016 gab es noch neun Millionen Haushalte für einen Schmalband-Anschluss allein für Telefonie. Viele Hardware-Lieferanten werden ISDN bis mindestens 2020 unterstützen. Vodafone-Kunden können laut früheren Angaben ihre bestehenden ISDN-Anschlüsse noch garantiert bis 2022 verwenden. Geschäftskunden erhalten bei Bedarf bis dahin sogar neue ISDN-Anschlüsse. Die Deutsche Telekom will hingegen alle Kunden bis 2018 auf neue All-IP-Anschlüsse umgestellt haben.
Easybell, ein Berliner Telekommunikationsunternehmen, das sich an Endkunden wendet, bietet die Emulation von ISDN-Anschlüssen (PMX oder S0) durch ein Gateway für die Beibehaltung bisheriger TK-Systeme.
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