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Modem-Abteilung: Intel entlässt 450 Mitarbeiter in Deutschland

Kollateralschaden des 5G-Modem-Streits zwischen Apple und Qualcomm: Intel schließt seine Standorte in Duisburg und Nürnberg, rund 450 Angestellte verlieren ihren Job - wenige gehen zu Apple.

Artikel veröffentlicht am ,
Mockup eines 5G-Modems von Intel
Mockup eines 5G-Modems von Intel (Bild: Intel)

Intel wird zwei seiner deutschen Standorte - Duisburg und Nürnberg - zum Jahresende 2019 schließen. Das berichtet Heise mit Verweis auf übereinstimmende Angaben aus Unternehmenskreisen, denn Intel selbst wollte sich dazu nicht äußern. In Nürnberg sollen rund 250 Angestellte betroffen sein und in Duisburg etwa 200 Mitarbeiter, alle 450 wurden bereits Ende November freigestellt.

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Vor Ort in Duisburg und Nürnberg entwickelt Intel die Hardware und Software für Modems, ein anderer wichtiger Standort war Neubiberg im Landkreis München. Das dortige Team wurde im Juli 2019 von Apple für eine Milliarde US-Dollar übernommen. Das Unternehmen verstärkte damit seine eigene Baseband-Abteilung. Vorangegangen war ein langer Lizenz- und Patentstreit zwischen Apple und Qualcomm, den Qualcomm für sich entscheiden konnte.

Der Vertrag zwischen Apple und Qualcomm ist vorerst auf sechs Jahre ausgelegt und enthält die Option, um zwei Jahre verlängert zu werden. In diesem Zeitraum kauft Apple aktuelle und kommende 5G-Modems von Qualcomm und bezahlt für Lizenzen. Apple hatte einige Jahre exklusiv Basebands von Qualcomm verbaut, dann parallel auch solche von Intel und bei den letzten iPhone-Generationen dann rein auf Intel gesetzt. Die waren aber nicht in der Lage, zeitnah ein 5G-Modem zu Apples Zufriedenheit zu entwickeln.

Zumindest für die nächsten Jahre wird Apple daher vertragsgemäß Qualcomm-Baseband in seinen iPhones verlöten. Derweil läuft intern die Forschung und Entwickung eigener Modems, allerdings ohne einen Großteil der ehemaligen Intel-Mitarbeiter aus Duisburg und Nürnberg. Zwar habe Apple einer Reihe von Angestellten angeboten, nach München zu kommen, was aber aufgrund der Distanz nur für einzelne Mitarbeiter eine Option war.

Nachtrag vom 20. Dezember 2019, 11:10 Uhr

Intel hat bestätigt, seine Standorte in Duisburg und Nürnberg zum Jahresende zu schließen. Man habe betroffene Mitarbeitern dabei unterstützt, sie in neue interne oder externe Jobs zu vermitteln und Abfindungszahlungen geleistet.

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M.P. 20. Dez 2019

Belege für diese Behauptung? Google baut gerade in Berlin Microsoft hat gerade neue...

iu3h45iuh456 20. Dez 2019

Kein Ding, die haben bestimmt alle längst einen neuen Job gefunden, denn wir haben ja...


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