• IT-Karriere:
  • Services:

Modem: 8,5 Millionen Euro Kosten durch fehlende Endgerätefreiheit

Mehrere Netzbetreiber ignorieren die Endgerätefreiheit beim Glasfasermodem. Das kostet die Nutzer 8,5 Millionen Euro für Energie im Jahr. Die Bundesnetzagentur ist über den Verstoß gegen die Routerfreiheit informiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Glasfaserrouter im Einsatz
Glasfaserrouter im Einsatz (Bild: AVM)

Vodafone, EWE und weitere Netzbetreiber erlauben an Glasfaseranschlüssen keine Endgerätefreiheit beim Modem (ONT). Dadurch entsteht hochgerechnet auf 1 Million Glasfaserkunden ein Verbrauch von 28.280.000 kWh pro Jahr und damit rund 8,5 Millionen Euro unbezahlte Stromkosten beim Kunden für den eigenen Netzbetrieb. Das geht aus Berechnungen der Netzbetreiber und eines Nutzers hervor. Demnach kostet den Nutzer der ONT rund 8,50 Euro für Strom (28,28 kWh) im Jahr.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bonn
  2. Nagel-Group | Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main, München, Hamburg

Die Telekom gibt den Stromverbrauch des ONT aktuell mit circa 2 bis 10 Watt an (PDF). Ein Nutzer hat im Jahr 2016 eine konkrete Rechnung veröffentlicht, die mit einem ELV-Energiekostenmessgerät, Energy Master Expert, ermittelt wurde. Er verwendet das vorgeschriebene ONT des Netzbetreibers und dazu eine Fritzbox, die auch ein Modem enthält. Damit entsteht unnötiger Stromverbrauch, da der Glasfaserrouter den Betrieb des Modems deutlich effizienter mitübernehmen könnte.

Ein Sprecher des Bundesnetzagentur sagte Golem.de zuvor auf Anfrage, der Wortlaut des Paragrafen 45d Absatz 1 im Telekommunikationsgesetz sei eindeutig. "Danach ist auch in Glasfasernetzen der Anschluss am passiven Netzabschlusspunkt bereitzustellen und der Endkunde hat die freie Wahl von Modem und Router."

Aus der Rechtslage folge allerdings nicht zwingend, dass entsprechende Geräte auch tatsächlich am Markt angeboten würden, in diesem Fall Glasfasermodems von Drittanbietern, die den Betrieb an einem GPON/Point-to-Multipoint-Netz gestatten und damit die Endgerätewahlfreiheit auch praktisch verwirklicht werden kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)

senf.dazu 08. Sep 2019

Der Artikel informiert aber auch über eine anhängige Klage. Find ich wichtiger als das...

spagettimonster 06. Sep 2019

das ist mir schon klar, nur pcie haben wir schon wie lange, alleine x1 1.0 schafft pro...

nimmruht 06. Sep 2019

ich habe mir ein Fritz Kabelmodem besorgt weil ich kein Bock hatte, an Vodafone 2 Euro im...

Faksimile 06. Sep 2019

Problematisch, wenn jemand irgend ..... Will ich nicht weiter ausführen!

M.P. 05. Sep 2019

Und bei eigener Hardware wären es nur wieviele Windräder, und was wäre das in Fußballfeldern?


Folgen Sie uns
       


Übersetzung mit DeepL - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie die Windows-Version des Übersetzungsprogramms DeepL funktioniert.

Übersetzung mit DeepL - Tutorial Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /