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Modellpflege: Audi Q4 E-Tron erhält deutlich stärkeren Motor

Der Audi Q4 E-Tron wird künftig von dem neu entwickelten Elektromotor der MEB-Plattform angetrieben. Nur noch das Einstiegsmodell bleibt förderfähig.
/ Friedhelm Greis
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Der Audi Q4 erhält einen stärkeren Antrieb. (Bild: Audi)
Der Audi Q4 erhält einen stärkeren Antrieb. Bild: Audi

Der vollelektrische Q4 E-Tron von Audi erhält im Modelljahr einen neuen Elektroantrieb und einen verbesserten Akku. Die neu eingeführten Modelle Q4 45 E-Tron und Q4 Sportback 45 E-Tron verfügten über einen Heckantrieb mit einer Leistung von 210 kW (286 PS), teilte das Unternehmen am 21. September 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Bislang lieferte der Heckantrieb nur eine Leistung von 150 kW (204 PS).

Die künftige Allradversion Q4 55 E-Tron quattro erhält ebenfalls einen stärkeren Antrieb. Die beiden Motoren liefern zusammen 250 kW (340 PS) statt zuvor 220 kW (299 PS) beim Q4 50 E-Tron. Die Höchstgeschwindigkeit liege nun bei allen Modellen bei 180 km/h.

Vom 26. September 2023 an sind laut Audi die aktualisierten Modelle zu Preisen ab 52.950 Euro bestellbar. Bislang lag der Basispreis des Einstiegsmodells Q4 40 E-Tron bei 51.900 Euro. Lediglich die Einstiegsversion wäre nach dem 1. Januar 2024 noch für Privatpersonen förderfähig, da der Nettopreis dann bei fast allen Modellen über der Fördergrenze von 45.000 Euro liegt.

Leicht gestiegene Reichweite

Trotz der deutlich höheren Motorleistung steigt die Reichweite. Demnach kommt der Q4 Sportback 45 E-Tron nach dem Prüfzyklus WLTP künftig bis zu 562 km weit. Das entspricht einer Steigerung von 19 km oder 3,5 Prozent.

Der Akku verfügt in allen Modellen über eine nutzbare Kapazität von 77 Kilowattstunden (kWh). Durch eine optimierte Zellchemie habe sich die DC-Ladeleistung verbessert, so dass die Batterie sich unter idealen Bedingungen in rund 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lasse. Dabei erreichten die Allrad-Modelle eine Ladeleistung von maximal 175 kW, die heckgetriebenen Varianten maximal 135 kW.

Im Gegensatz zum Audi Q8 E-Tron basiert der Q4 auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) des Mutterkonzerns Volkswagen. Für diesen hat VW im vergangenen Jahr einen neuen Motor vorgestellt , der nun in die verschiedenen Elektromodelle eingebaut wird. Auf der IAA 2023 hat VW bereits die neuen Versionen des ID.4 und ID.5 vorgestellt , die ebenfalls von dem neuen Antrieb und den höheren Ladeleistungen profitieren.

Automatische Vorkonditionierung des Akkus

Künftig verfügt der Q4 daher auch über eine automatische Vorkonditionierung der Batterie durch die Routenplanung. " Erstmals wird in der Audi Q4 E-Tron-Baureihe die Batterie nachkonditioniert. Dabei kühlt das Thermomanagement des Fahrzeugs die Batterie weiter, etwa wenn sie nach der Fahrt oder dem Laden eine fest definierte Temperaturschwelle übersteigt" , schreibt das Unternehmen.

Optional ist laut Audi im neuen Q4 erstmals ein assistierter Spurwechsel in Kombination mit dem adaptiven Fahrassistenten für Geschwindigkeiten ab 90 km/h auf Autobahnen möglich. "Das neue System zeigt mit weißen Pfeilen im Kombiinstrument sowie im Augmented Reality Head-up-Display an, ob und in welcher Richtung ein gefahrloser Spurwechsel möglich ist. Wird der Spurwechsel durch Antippen des Blinkers eingeleitet, unterstützt das System aktiv den Lenkvorgang", heißt es weiter. Dazu werte das System die Daten des Heckradars aus.

Der Audi Q4 E-Tron wird künftig nicht nur im VW-Werk in Zwickau, sondern auch im Audi-Werk in Brüssel produziert. In diesem Jahr sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bereits 12.002 Q4-Fahrzeuge in Deutschland neu zugelassen worden. Laut Audi hat das Modell maßgeblich dazu beigetragen, dass die Zahl der Auslieferungen von elektrischen Audis im ersten Halbjahr 2023 um 51,2 Prozent gestiegen ist.


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