Das VR-Equipment
Die Experience selbst läuft auf dem Rucksackrechner des jeweiligen Spielers, einem VR Backpack G2 von Hewlett Packard (HP), der dem von uns getesteten Omen ähnelt.
Darin arbeitet laut HP ein Intel-Prozessor vom Typ Core i7-8850H mit einer Taktfrequenz von 2,6 Gigahertz. Der Grafikchip ist eine Geforce RTX 2080.
Wie der Rucksack-PC ist auch die Brille ein kommerzielles Produkt: eine Pimax 8K Plus. Den Helm hingegen hat der Europa-Park entwickelt.
Kameras beobachten die Spieler
Das Tracking der Spieler im realen Raum erfolgt optisch mit einem System von Vicon. Das britische Unternehmen hat unter anderem bei der Produktion des Star-Wars-Spinoffs The Mandalorian mitgearbeitet. 150 Kameras, die im ganzen Raum angeordnet sind, erfassen die Menschen.
Die Erkennung erfolgt über die Tracker an den Händen und Füßen, den Rucksack sowie über den Helm. Darauf sind jeweils kleine Infrarot-LEDs angebracht. "Der Computer entscheidet bei jedem Tracker, welche von den Punkten er anschaltet. Daraus ergibt sich dann ein individuelles Pattern, worüber er dann den Tracker erkennt", erklärt Philip Rüd, Teamleiter bei Yullbe Wunderland.
Das Tracking-System läuft auf einem eigenen Server und ist in der Lage, bis zu 32 Personen zu verfolgen. Die Ortsdaten werden dann auf die Rucksäcke übertragen, damit die Mitglieder einer Gruppe einander sehen und miteinander interagieren können. Eine Gruppe bekommt aber nicht nur ihre eigenen Daten, sondern auch die aller anderen Personen im Raum.
Die sind zwar nicht sichtbar. Aber das System kann ungewollte Interaktionen wie Kollisionen verhindern: Sollte eine Gruppe sich beispielsweise zu langsam bewegen, kann das System Hinweise geben, dass sie sich beeilen soll. Oder das System kann warnen, falls eine Person aus irgendeinem Grund vom vorgesehenen Weg abweichen sollte.
Die VR läuft auf der Unity-Engine
Die grafische Basis für das virtuelle Wunderland bildet die Unity-Engine, in der die aufwändig gescannten und modellierten 3D-Inhalte auf dem HP-Rechner laufen. Allerdings schafft er es nicht, die extrem scharfe Pimax-VR-Brille mit der nativen Auflösung von 8K zu beliefern, stattdessen beträgt sie etwa 2.800 x 1.700 Pixel.
So gibt es zwar keinen Fliegengitter-Effekt, Pixel sind dennoch sichtbar. Das tritt aber beim immersiven Gesamterlebnis in den Hintergrund. Wichtiger ist nämlich, dass die Bildrate stabil bei mindestens 90 Bildern pro Sekunde (fps) bleibt, was bei unserem Ausflug gut funktionierte.
Mit Strom wird das ganze VR-System von Akkus versorgt. Deren Laufzeit ist auf 30 Minuten begrenzt, was theoretisch für die ganze Experience reicht. Um Ausfällen vorzubeugen, tauscht ein Miwula-Mitarbeiter die Akkus etwa nach der Hälfte der Zeit aus. Das geschah derart schnell und unauffällig, dass es keine Unterbrechung gab. Einer aus unserem Team merkte es nicht einmal.
Anderes fiel uns eher auf.
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Es gibt seit kurzem ein Video bei YT. Dort wurde eine 360° Kamera in einen Zug eingebaut...
Troll
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