Model S/X: Bei Tesla rasen Ryzen-APU und Radeon Pro W6600 mit

Im Infotainment-System der Model S/X steckt AMD-Hardware. Ein Teardown zeigt die Wasserkühlung und gleich vier gestapelte Platinen.

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Hardware des Infotainment-System eines Model S Plaid
Hardware des Infotainment-System eines Model S Plaid (Bild: Ingineerix)

Schon im Januar 2021 stellte Tesla mit dem Model S Plaid die schnellste Spielekonsole vor, denn das E-Auto schafft bis zu 320 km/h und hat ein sehr leistungsstarkes Infotainment-System verbaut. Die groben Eckdaten sind zwar schon bekannt, der Teardown von Ingineerix aber gibt einen detaillierten Einblick.

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Beeindruckend ist hierbei, dass Tesla jegliche Hardware auf sehr wenig Platz unterbringt: Neben dem Infotainment-System mit drei Platinen wurde auch der Autopilot mit den beiden FSD-Prozessoren (Full Self Driving) in den Block integriert, sodass alle Chips von der selben Wasserkühlung auf Temperatur gehalten werden.

Die ganze Einheit ist kaum größer als ein DIN-A4-Blatt, weshalb Tesla sich überlegen musste, wie all die Technik so eng gepackt werden kann. Die Lösung sind zwei Hauptplatinen, wobei eine wiederum zwei Daughter-Boards mit zusätzlichen Chips aufweist.

Ryzen Embedded V1000 trifft auf Radeon Pro W6600

Auf der Vorderseite befindet sich das Brett mit einem als YE180FC3T4MFG gelabelten Prozessor, dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen angepassten Ryzen V1807B mit vier Zen1-Kernen sowie integrierter Grafik und 45 Watt thermischer Verlustleistung; diese Embedded-APUs wurden 2018 vorgestellt. Das erste Daughter-Board trägt das LTE-Modem, sodass es für unterschiedliche Regionen ausgetauscht werden kann.

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Die zweite Tochter-Platine ist per PCIe angeschlossen, es handelt sich dabei um die dedizierte Grafikkarte. Tesla verwendet einen Navi-23-Chip mit RDNA2-Technik und 8 GByte GDDR6-Videospeicher. Das Modell ähnelt also stark einer Radeon Pro W6600 für Workstations oder einer Radeon RX 6600 (Test) für Desktop-PCs.

Auf der Rückseite der Wasserkühlung ist das Mainboard mit den beiden FSD-Prozessoren verbaut, die von Tesla selbst entwickelt wurden und redundant vorhanden sind. Jeder der zwei benötigt 72 Watt, der Ryzen Embedded besagte 45 Watt und die Radeon-Grafik etwa 100 Watt. Die anderen Chips hinzu addiert, dürften 350 Watt abgeführt werden - mit Luft wäre das in dieser kompakten Konfiguration nicht möglich.

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