Abo
  • Services:
Anzeige
Der Tesla S ist sich seiner Umgebung bewusst.
Der Tesla S ist sich seiner Umgebung bewusst. (Bild: Tesla)

Model S: Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

Der Tesla S ist sich seiner Umgebung bewusst.
Der Tesla S ist sich seiner Umgebung bewusst. (Bild: Tesla)

Ein Tesla-Fahrer aus der Schweiz musste feststellen, wie gefährlich es ist, den Autopilot-Funktionen des Fahrzeugs zu vertrauen: Sein Model S fuhr auf einen Lieferwagen auf. Teslas Bedienungsanleitung warnt jedoch ausdrücklich vor einem solchen Szenario.

Der Tesla-Autopilot dient zum assistierten Fahren, erfordert aber ständige Reaktionsbereitschaft vom Fahrer. Denn wie ein Fahrer feststellen musste, kann zu großes Vertrauen zur Gefahr werden, auch wenn das Auto scheinbar alle Alltagssituationen meistern kann. Tesla warnt vor solchem Verhalten.

Anzeige

Der Fahrer eines Model S von Tesla Motors veröffentlichte selbst ein Video auf Youtube, in dem sein Fahrzeug auf einen Lieferwagen auffährt, der auf der linken Spur der Autobahn wegen zähem Verkehr anhalten muss. Kurz zuvor zog ein Wagen, dem der Tesla mit dem adaptiven Spurhaltesystem folgte, auf die rechte Spur, um weiterzukommen. Der Tesla folgte nicht, weil sich auf der rechten Spur ein weiterer Pkw dazwischenschob und blieb links. Dort stand der Lieferwagen mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Das Model S bremste nicht, sondern fuhr dem Hindernis ins Heck, was nach Angaben des Fahrers zu einem beträchtlichen Schaden führte. Laut einem Artikel auf Fortune hat der Fahrer nach dem Unfall Tesla kontaktiert, doch das Unternehmen fand keine Fehler in dem Fahrzeug.

Der Fahrer behauptet, dass er Teslas Adaptive Cruise Control genutzt habe, das System hätte aber nicht wie sonst gebremst. Er berichtet, das Fahrzeug habe sogar noch leicht beschleunigt, bevor er selbst auf die Bremse getreten habe. Mit letzterer Aktion schaltet man übrigens die Autopilotfunktion ab.

Diese Autopilotfunktion ist keineswegs mit einer autonomen Fahrfunktion zu verwechseln. Der Wagen hält damit die Spur, bremst entsprechend zum Verkehr und kann beschleunigen, um den Abstand zum Vordermann zu halten. Dabei werden Verkehrsschilder erkannt und Geschwindigkeitseinschränkungen berücksichtigt. Wenn der Fahrer die Spur wechseln will, muss er den Blinker manuell betätigen und das Auto sucht sich eine Lücke, um selbstständig auszuscheren. Doch diese Technik ist nicht perfekt, wie schon einige Fahrer erleben mussten.

Millionen von Kilometer bereits per Autopilot bewältigt

Die Autopilotfunktion wurde im Tesla Model S im Oktober 2015 durch das Softwareupdate 7.0 kostenpflichtig aktiviert. Die Aktivierung des Autopiloten soll 3.300 Euro kosten, als Extra beim Neukauf 2.700 Euro. Tesla bietet auch einen kostenlosen Probemonat für die Funktion an.

Die notwendigen Sensoren für die Assistenzsysteme hatten die Autos bereits eingebaut bekommen. Aus rechtlichen Gründen müssen die Fahrer jedoch jederzeit in der Lage sein, das Lenkrad zu übernehmen. Später musste der Autohersteller den Autopiloten auf eine geringere Geschwindigkeit drosseln, weil einige Fahrer das System überreizten.

Derzeit gibt es etwa 70.000 Teslas, die mit der für Landstraßen und Autobahnen geeigneten Selbstfahrfunktion ausgerüstet sind. Sie sollen schon 160 Millionen Kilometer per Autopilot gefahren sein, teilte der Leiter des Programms, Sterling Anderson, auf der Konferenz Emtech Digital in San Francisco jüngst mit.

Der Fahrer gab zu, dass er früher hätte reagieren können, er habe jedoch auf das System vertraut, nachdem das Fahrzeug tausende Male selbst gebremst habe.

Tesla warnt vor Mängeln bei der Autopilot-Funktion

Teslas Bedienungsanleitung (PDF) warnt ausdrücklich vor einem solchen Szenario: "Traffic-Aware Cruise Control erkennt nicht alle Objekte und bremst oder verringert die Geschwindigkeit nicht immer, besonders bei stehenden Fahrzeugen, besonders wenn man über 80 km/h fährt und ein Fahrzeug, dem man folgt, aus dem Fahrweg herausfährt und ein stehendes Objekt wie ein Fahrzeug, Fußgänger oder Fahrrad vor ihnen steht." Tesla-Fahrer sollten stets vorbereitet sein, dann korrigierend einzugreifen.


eye home zur Startseite
OxKing 02. Jun 2016

Das ist erst der Anfang von dem Ganzen. Vor 20 Jahren dachte man auch schon das daß in 5...

gadthrawn 31. Mai 2016

Das Modell S Handbuch ist 147 Seiten lang. Und nein-so ein Fall steht da nicht drin...

Bujin 31. Mai 2016

Ich kenne nur die Entwicklungsabteilung von Audi und was die haben sieht auf jeden Fall...

gadthrawn 31. Mai 2016

https://www.teslamotors.com/sites/default/files/blog_attachments...

Berner Rösti 31. Mai 2016

Ja, es ist eben schönstes Marketing-Gewäsch, das um die Lücken im System wunderbar...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Online Software AG, Weinheim
  2. T-Systems International GmbH, München, Nürnberg
  3. Stadt Esslingen am Neckar, Esslingen am Neckar
  4. über Hays AG, Rhein-Main-Gebiet


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. ab 486,80€

Folgen Sie uns
       


  1. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  2. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  3. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  4. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  5. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  6. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  7. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  8. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  9. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor

  10. Tado im Langzeittest

    Am Ende der Heizperiode



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wanna Cry: Wo die NSA-Exploits gewütet haben
Wanna Cry
Wo die NSA-Exploits gewütet haben
  1. Deutsche Bahn Schadsoftware lässt Anzeigetafeln auf Bahnhöfen ausfallen
  2. Wanna Cry NSA-Exploits legen weltweit Windows-Rechner lahm
  3. Mc Donald's Fatboy-Ransomware nutzt Big-Mac-Index zur Preisermittlung

Komplett-PC Corsair One Pro im Test: Kompakt, kräftig, kühl
Komplett-PC Corsair One Pro im Test
Kompakt, kräftig, kühl
  1. Corsair One Pro Doppelt wassergekühlter SFF-Rechner kostet 2.500 Euro

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  2. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel
  3. Elektromobilität Merkel rechnet nicht mehr mit 1 Million E-Autos bis 2020

  1. Re: macht Tesla nicht übermäßig viel Miese mit...

    Poison Nuke | 21:41

  2. Re: Hmm vor 2-3 Monaten hieß es noch vor 2020...

    bccc1 | 21:40

  3. Re: danke, lieber Entwickler

    Neuro-Chef | 21:39

  4. Re: Landung ohne Ladezeiten

    Baladur | 21:38

  5. Virustotal, hmm...

    ksi | 21:34


  1. 18:45

  2. 16:35

  3. 16:20

  4. 16:00

  5. 15:37

  6. 15:01

  7. 13:34

  8. 13:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel