Model 3: Teslas Preiserhöhung bleibt trotz gesunkener Zölle
Tesla wird im Spiegel(öffnet im neuen Fenster) für eine Preiserhöhung seines in China produzierten Model 3 kritisiert. Das Unternehmen begründete den Preisanstieg mit EU-Strafzöllen , die jedoch in dieser Höhe nicht umgesetzt wurden.
Anfang Juli 2024 erhöhte Tesla den Preis für das Model 3 um 1.500 Euro auf 42.490 Euro und machte dafür die EU-Kommission verantwortlich.
Die Kommission hatte im Juni tatsächlich angekündigt, Teslas Importe aus China mit einem zusätzlichen Zoll von 21 Prozent zu belegen. Tesla reagierte prompt und kündigte eine Preiserhöhung für das Model 3 an, die mit den erwarteten Einfuhrzöllen begründet wurde. Diese lag nicht bei 21 Prozent, sondern bei knapp vier Prozent.
Nach einer erneuten Prüfung der Zollsätze auf Teslas Drängen hin senkte die EU-Kommission den für Tesla gültigen Zollsatz von 21 auf unter acht Prozent. Diese deutliche Reduzierung hatte jedoch keinen Einfluss auf die bereits vollzogene Preiserhöhung des Model 3. Ein Tesla-Sprecher teilte dem Spiegel mit, dass derzeit keine Pläne bekannt seien, die Preiserhöhung rückgängig zu machen oder anzupassen.
In der politischen Debatte um die Zölle zeichnen sich unterschiedliche Positionen ab. Während Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich gegen die Zölle aussprach, unterstützt die Mehrheit der EU-Länder die Maßnahme. Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez äußerte seine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Zölle. In beiden Ländern gibt es Autohersteller.
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