Smartphones: Nokia macht noch einmal hohe Verluste mit Mobiltelefonen
Nokias Bereich Devices & Services hat noch einmal hohe Verluste erwirtschaftet. Im ersten Quartal erzielte die Mobiltelefonsparte ein Minus von 347 Millionen Euro. Der Gewinn des Netzwerkausrüsters NSN (Nokia Solutions and Networks) lag bei 108 Millionen Euro. Der gesamte finnische Konzern berichtete einen Quartalsverlust von 239 Millionen Euro, wie das Unternehmen am 29. April 2014 mitteilte (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Verlust bei 272 Millionen Euro.
Der Umsatz des Bereiches Devices & Services fiel um 30 Prozent auf 1,929 Milliarden Euro. Der operative Verlust stieg von 73 Millionen Euro auf 326 Millionen Euro.
Neuer Konzernchef wird wie erwartet Rajeev Suri, der bisher CEO von NSN war.
Microsoft erklärte am 3. September 2013, Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörige Patente zu kaufen und dafür rund 5,44 Milliarden Euro zu zahlen . Die Übernahme wurde vergangene Woche abgeschlossen.
Mit der Übernahme hat Microsoft das Recht, die Marke Nokia weiter zu nutzen. Zudem geht der Smartphone-Markenname Lumia an den US-Konzern. Auch die neue Nokia-X-Linie und die Asha-Produkte werden künftig von Microsoft vermarktet. Nokias Kartendienst Here übernimmt Microsoft nicht, lizenziert den Bereich aber für vier Jahre.
Nokia muss nach jahrelangen Verlusten einen erheblichen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Handysparte an die Aktionäre weiterreichen. Eine Sonderausschüttung, Dividenden und ein Aktienrückkauf mit einem Volumen von 3,05 Milliarden Euro wurden angekündigt. Rund zwei Milliarden Euro muss Nokia für die Schuldentilgung ausgeben.
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