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Provider reagieren auf den Fund der Hacker

Die deutschen Provider haben die Brisanz der Forschungsergebnisse erkannt. Vodafone reagierte am schnellsten. Seit einigen Tagen beantwortet Vodafone die SS7-Kommandos zur Schlüsselübergabe nur noch unter bestimmten Bedingungen. Ein Unternehmenssprecher bestätigt das. Nachdem die SRLabs sich bei Vodafone gemeldet hatten, habe man ein SS7-Audit durchgeführt, etwa zehn Tage später war die Sicherheitslücke geschlossen.

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Auch die Telekom nimmt das Problem ernst, bis Mittwochabend funktionierte die Methode der Berliner Forscher im Telekom-Netz aber noch. Das Unternehmen teilt mit: "Das geschilderte Missbrauchsszenario erfordert ein hohes Expertenwissen und kriminelle Energie in der Umsetzung. Konkret geht es um das gezielte Ausspionieren von Einzelpersonen. Dazu muss man sich in der Nähe des Teilnehmers aufhalten, über einen speziellen Empfänger verfügen, der nicht am Markt erhältlich ist, und sich Zugang zum internen Signalisierungsnetz der Mobilfunkbetreiber verschaffen. (...) Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Monaten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Angriffe gegen ihre Kunden im Rahmen der SS7-Problematik weiter einzuschränken. Aufgrund der uns vorgelegten Informationen haben wir jetzt zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um unberechtigte Anfragen auf die Verschlüsselungsparameter zu verhindern. Damit wird das dargestellte Angriffsszenario nicht mehr möglich." Ob das auch für die Angriffsmethode aus der Ferne gilt, die Tobias Engel entdeckt hat, ist Zeit Online zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nicht bekannt.

Das O2-Mutterunternehmen Telefónica schreibt nur: "Das Thema ist uns bekannt. Wir arbeiten bereits an einer Lösung und haben die ersten Maßnahmen zum Schließen dieser Sicherheitslücke ergriffen."

Nohl, der die Arbeit seines Teams ebenfalls beim 31C3 präsentieren wird, hofft nun, dass alle Provider eine Art Filter implementieren. Der soll zum Beispiel prüfen, ob das Gebiet einer nach dem Schlüssel fragenden Vermittlungsstelle überhaupt an das Gebiet der Vermittlungsstelle grenzt, die den Schlüssel übergeben soll. Tut es das nicht, bedeutet das: Die anfragende Vermittlungsstelle versucht, aus der Ferne und ohne Berechtigung an die Schlüssel zu gelangen.

Handynutzer selbst sollten andere verschlüsselte Kanäle nutzen, wenn sie sichergehen wollen, nicht über ihr Mobilfunknetz ausspioniert zu werden. Jede Messaging-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist in dieser Hinsicht sicherer als eine SMS. Für verschlüsselte Telefonate übers Internet gibt es kostenlose Apps wie Signal für iOS und das Android-Pendant RedPhone. Teure kommerzielle Angebote bis hin zu Kryptohandys sind in erster Linie für Politiker, Unternehmer, Journalisten und Aktivisten gedacht. Der Nachteil all dieser Lösungen gegenüber normaler Telefonie und SMS: Alle Gesprächspartner brauchen die gleichen Apps oder die gleichen Kryptohandys.

 Mobiltelefonie: UMTS-Verschlüsselung ausgehebelt
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jaykay2342 19. Dez 2014

Naja du brauchst schon SS7 zugang. Das sind viel zu viele aber nicht Jeder. Ack, im...


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