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Mit elektrischen und autonomen Fahrzeugen will Ioki eine bessere Mobilität auf dem Land ermöglichen.
Mit elektrischen und autonomen Fahrzeugen will Ioki eine bessere Mobilität auf dem Land ermöglichen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Mobilitätsprojekt Ioki: Bahn macht Sammeltaxi zum autonomen On-Demand-Shuttle

Mit elektrischen und autonomen Fahrzeugen will Ioki eine bessere Mobilität auf dem Land ermöglichen.
Mit elektrischen und autonomen Fahrzeugen will Ioki eine bessere Mobilität auf dem Land ermöglichen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

On-Demand und autonom: Mit der digitalen Version des Anrufsammeltaxis will die Deutsche Bahn ihren Kunden eine besser vernetzte Mobilität bieten. Der erste autonome Bus in Deutschland ist aber noch sehr langsam unterwegs.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Iocus ist bekanntlich der römische Gott des Scherzes, doch mit ihrem neuen Projekt Ioki meint es die Deutsche Bahn durchaus ernst. Mit moderner Technik will der Konzern versuchen, schlecht versorgte suburbane und ländliche Regionen mit einer besseren Mobilität auszustatten und damit auch mehr Fahrgäste für seine bestehenden Angebote zu gewinnen. Das traditionelle Anrufsammeltaxi wird dabei konsequent digitalisiert und automatisiert: Künftig könnten die Kunden per App ein Fahrzeug bestellen, das dann autonom um die Ecke kommt und mit Hilfe von Echtzeitanalysen des Verkehrs die beste Route findet.

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Erste Pilotprojekte der Firmentochter Ioki stellte Bahnvorstand Berthold Huber am Dienstag in Berlin vor. Ioki ist dabei ein Akronym für Input Output Künstliche Intelligenz (KI). Von KI für die Verkehrsplanung dürfte beim Test autonomer Busse im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach aber vorerst wenig benötigt werden. Auf einer 700 Meter langen Strecke vom Ortszentrum zur Kurtherme fahren die Busse vom Typ EZ-10 des französischen Anbieters Easymile lediglich mit 15 Kilometern pro Stunde.

Erstmals autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen

Der Test ist dennoch ein Novum: Erstmals kommen in Deutschland auf öffentlichen Straßen autonome Fahrzeuge zum praktischen Einsatz. Da diese rechtlich noch nicht zugelassen sind, war eine Sondergenehmigung des Landratsamts erforderlich. Zudem muss ein Fahrbegleiter ständig in der Lage sein, in die Steuerung einzugreifen. Noch in diesem Oktober soll das Testprojekt starten. Ein ähnlicher Test auf dem Klinikgelände der Berliner Charité soll erst im kommenden Jahr beginnen.

Ganz anders hingegen das zweite Ioki-Projekt in Hamburg. Hier will die Bahn laut Huber mit 100 Testfahrzeugen einen "fahrerbasierten On-Demand-Shuttleservice mit ÖPNV-Anschluss" aufbauen. Per App sollen die Kunden wie bei Mitfahrdiensten wie Uber ein Fahrzeug mit Fahrer anfordern und sich das Auto mit anderen Nutzern teilen. Die Lücken im öffentlichen Nahverkehr will die Bahn nach Angaben von Michael Barillère-Scholz, Managing Director bei Ioki, mit Hilfe einer Mobility-Analytics-Plattform identifizieren. Zielgruppe seien Autofahrer, die auf ihrem Weg zum Arbeitsplatz beispielsweise drei Mal umsteigen müssten. "Wie können wir die dazu bewegen, mit in den ÖPNV zu kommen und Verkehre und Emissionen in den städtischen Räumen zu reduzieren?"

Keine Konkurrenz in Innenstädten

Die sogenannten Bediengebiete ermittelt Ioki laut Barillère-Scholz mit Hilfe von Mobilfunk- und Bewegungsdaten sowie einem "Goldschatz", den ÖPNV-Daten. Soziodemografische Daten sollen ebenfalls dabei helfen, die Einsatzgebiete einzugrenzen.

Denn anders als Uber will die Bahn beispielsweise nicht in der "Kernstadt" aktiv sein, um keine zusätzliche Konkurrenz zu bestehenden ÖPNV-Angeboten zu schaffen und noch mehr Autos auf die Straße zu bringen. Mit Blick auf soziodemografische Faktoren könnte es auf dem Land aber ein Problem darstellen, dass gerade ältere Fahrgäste nicht unbedingt in der Lage sind, per App einen solchen Dienst zu bestellen und inklusive Bezahlen komplett darüber abzuwickeln.

Doch gerade in ländlichen und suburbanen Regionen dürften Kommunen und Landkreise großes Interesse daran haben, den öffentlichen Nahverkehr flexibler zu gestalten. Ziel sei ein IÖV, sagte Huber, ein "individueller öffentlicher Verkehr". Zum einen verkehrten Busse auf bestimmten Strecken relativ selten, zum anderen seien sie außerhalb der Stoßzeiten oft leer. Allerdings stellt sich die Frage, zu welchem Preis ein solches Angebot verfügbar sein wird.

Autonome Taxis nicht teurer als heutige Tickets 

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Abdiel 13. Okt 2017

Hört man ja immer mal wieder, dass Leute damit so ihre Probleme haben. Allerdings gibt es...

mxcd 12. Okt 2017

Denkbar wäre ja auch ein autonomes Taxi, dass autonom kommt, aber dann gefahren werden...



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