Mobilität: Shell setzt auf Ladestationen an Tankstellen
Der britisch-niederländische Konzern Shell will noch in diesem Jahr an deutschen Tankstellen eigene Schnelllader aufstellen, damit auch Elektroautofahrer Kunden des Unternehmens werden. 2019 sollen nach einem Bericht des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) 50 Säulen mit 100 Ladepunkten errichtet werden. Die Säulen sollen mit bis zu 150 kW laden können. Ob ein weiterer Ausbau geplant ist, ist nicht bekannt.
Die Elektrotankstellen sollen in Köln, Oberhausen und München errichtet werden, berichtet das Handelsblatt. Den Strom bezieht Shell vom Energieunternehmen EnBW.
Auch außerhalb von Deutschland errichtet Shell Ladestationen und hatte dazu den Ladesäulen-Anbieter New Motion übernommen. In Großbritannien, den Niederlanden und China betreibt Shell so bereits eigene Ladesäulen.
Die Pläne von Shell, Elektromobilität zu unterstützen, sind seit mindestens 2017 bekannt .
Shell engagiert sich auch beim Aufbau des Ionity-Ladungsnetzes in Europa. Shell und Ionity vereinbarten Ende 2017, dass zunächst an 80 der größten Shell-Autobahntankstellen in zehn europäischen Ländern Schnellladestationen eingerichtet werden. Ionity ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Automobilhersteller BMW, Daimler, Ford sowie der Volkswagen-Töchter Audi und Porsche und kooperiert mit Raststättenbetreibern in Deutschland, Norwegen und Österreich.
Die Konkurrenz hat ebenfalls Interesse an der Elektromobilität: Mitte 2018 hatte Shell-Konkurrent BP den Ladesäulenanbieter Chargemaster übernommen. Das Unternehmen betreibt mit rund 6.500 Stützpunkten das größte öffentliche Netz von Elektroautoladestationen in Großbritannien. "Wir bei BP glauben, dass schnelles und bequemes Laden entscheidend für die erfolgreiche Einführung von Elektrofahrzeugen ist" , sagte Tufan Erginbilgic, Geschäftsführer von BP Downstream, damals. Auch Aral und Total betreiben einige Elektroladesäulen.
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