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Das Elektroauto E.Go Life kostet ab 16.000 Euro.
Das Elektroauto E.Go Life kostet ab 16.000 Euro. (Bild: E.Go Mobile)

Mobilität: Elektroautos deutscher Start-ups fordern Autobauer heraus

Das Elektroauto E.Go Life kostet ab 16.000 Euro.
Das Elektroauto E.Go Life kostet ab 16.000 Euro. (Bild: E.Go Mobile)

Die Entwicklung eines neuen Autos ist teuer und langwierig. Deswegen hatten Newcomer in der Branche bislang schlechte Karten. Doch die Autoindustrie wandelt sich rasant. Neugründungen wollen die etablierten Hersteller herausfordern.

Auf dem umkämpften Zukunftsmarkt der Elektroautos meldet sich ein neuer Wettbewerber mit ehrgeizigen Plänen: Am 27. Juli will das Münchner Start-up Sonomotors sein Solarzellenauto Sion offiziell vorstellen. Von August bis Oktober 2017 soll eine europaweite Tour mit 7.000 Probefahrten in sieben Ländern beginnen, wie Unternehmensmitgründer Laurin Hahn der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Serienfertigung soll 2019 starten. Sonomotors hofft, bis 2027 eine sechsstellige Zahl von Fahrzeugen absetzen zu können.

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Zuvor hatte bereits das Aachener Unternehmen E.Go Mobile seine Pläne publik gemacht, das noch schneller als Sonomotors sein will. Produktionsstart sei voraussichtlich im Mai 2018, ab Juli 2018 könne dann ausgeliefert werden, sagte eine Sprecherin.

Beide Unternehmen wollen ihre E-Mobile billiger anbieten als andere Elektroautos. Der Sion soll in zwei Versionen mit 120 und 250 Kilometern Reichweite erhältlich sein, die Kosten sollen ohne Batterie 12.000 beziehungsweise 16.000 Euro betragen.

Das Konkurrenzmodell E.Go Life soll einschließlich Batterie 16.000 Euro kosten und 130 Kilometer weit fahren. Außerdem soll es noch eine Version mit 170 Kilometern Reichweite geben. Chefentwickler ist der Aachener Professor Günther Schuh, der bereits den elektrischen Lieferwagen Streetscooter für die Post entwarf.

Der Münchner Sion soll sich noch durch eine andere Besonderheit von üblichen Elektroautos unterscheiden: Das Fahrzeug kann auch mit Solarzellen aufgeladen werden - bis zu einer Reichweite von 30 Kilometern am Tag. Dahinter steckt die Idee, dass sich das Auto beim Parken selbst laden könnte, ohne an Ladesäule oder Steckdose angeschlossen werden zu müssen.

Insgesamt bereits 1.500 Vorbestellungen

Eine volle Ladung per Solarzelle wäre allerdings ein langwieriger Prozess. "Das würde vier bis fünf Tage dauern", sagte Hahn. Deswegen ist auch herkömmliches Laden via Steckdose möglich. "Die Batterie ist komplett schnellladefähig", sagte Hahn. Die Kunden sollen die Batterie wahlweise kaufen oder mieten können. Gebaut sind für die Probefahrten zwei Prototypen. Die Serienproduktion soll ein Auftragsfertiger übernehmen.

Sonomotors finanziert sich bislang ohne Bankkredite über Crowdfunding. "Bisher haben wir 1.200 unverbindliche und 300 verbindliche Vorbestellungen", sagte Hahn. "Durch das Crowdfunding haben wir auch private Investoren gewinnen können." Wie das Auto aussehen wird, hält das Unternehmen streng geheim, die Prototypen sollen erst bei der offiziellen Vorstellung präsentiert werden.

Schuh und seine Mitstreiter in Aachen verfolgen einen anderen Weg: E.Go Mobile baut eine eigene Produktion auf. Erst ab 2020 soll sich das "teilweise ändern", wie die Sprecherin sagte. Das Unternehmen finanziert sich zum Teil aus Eigenmitteln. Die Gründer halten mehr als die Hälfte der Anteile - zum Teil mit Hilfe von Investoren, die bislang nicht genannt werden wollen.

Marketing und Vertrieb oft unterschätzt

In der Autobranche haben es Neueinsteiger wegen des sehr hohen Bedarfs an Kapital und Know-how traditionell schwer. Tesla-Gründer Elon Musk war bislang erfolgreich, ist jedoch sowohl Milliardär als auch Celebrity - zwei Voraussetzungen, die den deutschen E-Auto-Gründern fehlen.

Nach Ansicht des Automobilexperten Wolfgang Bernhart von der Unternehmensberatung Roland Berger ist es "vom Grundsatz her einfacher, ein Elektroauto neu an den Start zu bringen als ein herkömmliches Fahrzeug". "Die Technik ist einfacher und besonders bei Stadtfahrzeugen sind die Anforderungen weniger hoch. Dadurch ist die Entwicklung schneller."

Ausschlaggebend für Start-ups ist laut Bernhart ein anderer Punkt: "Oft unterschätzt werden aber die Vermarktung und das Vertriebssystem. Über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg entscheidet der Marktzugang."


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Lasse Bierstrom 28. Jul 2017

Auch wenn ich mitgehe, dass die Kapazität angibt, ist ebenso legitim. Erst die W geben...

ArcherV 19. Jul 2017

Wenn ich alles kleinrechnen würde, dann würde ich auch die jährliche Inspektion weg...

Dwalinn 18. Jul 2017

Da gab es neulich einen Schönen Test bei Welt.de ...... Der Autor hat mit Panik eine...

M.P. 17. Jul 2017

Das Lithium wird ja nicht verbraucht - es ist ja in den ausgelutschten alten Akkus noch...

oxybenzol 17. Jul 2017

Ebay hatte auch was eigenes entwickelt oder war dabei. Ich vermute eher, dass der...



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