Mobilität: E-Scooter sollen gesondert in Unfallstatistik erscheinen
Unfälle unter Beteiligung von elektrischen Tretrollern, sogenannten E-Scootern, werden in Deutschland bisher in der Unfallstatistik nicht separat erfasst. Ab Januar 2020 soll sich das ändern, berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Sprecher des Statistischen Bundesamtes.
Bislang werden entsprechende Fälle in der Kategorie "sonstige Fahrzeuge" gezählt, was eine explizite Ausweisung der Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung unmöglich macht. Das Statistische Bundesamt befinde sich aktuell noch im Kontakt zu den Innenministerien der einzelnen Bundesländer, die die Zahlen nach Wiesbaden schicken sollen, heißt es in dem Bericht. Dafür müssten die Unfälle in den Ländern explizit als solche erfasst werden.
Bislang gibt es bereits Anzeichen, dass Unfälle mit den elektrischen Tretrollern in Großstädten nicht selten sind. Die Polizei in Köln beispielsweise hat bekannt gegeben, dass es im Stadtgebiet zwischen dem 15. Juni und dem 18. November 2019 104 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Scootern gegeben habe.
Großteil der Verletzten und Unfallverursacher sind E-Scooter-Fahrer
Dabei habe es 109 Verletzte gegeben, 24 Personen wurden schwer verletzt. 89 Prozent der Verletzten seien Fahrer von E-Scootern gewesen, 88 Prozent der Unfälle seien von den Tretrollerfahrern verursacht worden. Ein Drittel der Fahrer sei betrunken gewesen.
Besonders im Herbst und Winter ist die Gefahr hoch, mit einem E-Scooter zu verunglücken. Die Straßen sind rutschig und glatt; die Bereifung der Tretroller ist dafür nicht ausgelegt. Besonders auf Kopfsteinpflaster kann das Hinterrad wegrutschen. Der Verleiher Bird hat seine E-Scooter bereits über den Winter aus dem Verkehr gezogen, andere Anbieter wollen die Roller hingegen weiter auf den Straßen lassen .
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