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Mobilität: Bosch bringt Nabenmotor für E-Bikes

Außerdem gibt es neue Akkus, eine präzisere Ortung gestohlener E-Bikes und eine wichtige Neuerung für den Gebrauchtmarkt.
/ Peter Steinlechner
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Der neue Nabenmotor von Bosch fällt kaum auf. (Bild: Foto: Bosch eBike Systems)
Der neue Nabenmotor von Bosch fällt kaum auf. Bild: Foto: Bosch eBike Systems

Für das Modelljahr 2027 kündigt Bosch eBike Systems(öffnet im neuen Fenster) erstmals einen Nabenmotor an, der innerhalb der sogenannten Hub Line erscheint und das bisherige Angebot aus Mittelmotoren ergänzt. Der neue Antrieb soll vor allem in kompakten City- und Urban-E-Bikes zum Einsatz kommen.

Während ein Mittelmotor im Bereich des Tretlagers sitzt, verschwindet ein Nabenmotor weitgehend im Hinterrad. Das erleichtert die Entwicklung schlanker E-Bikes und schafft mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Rahmens. Bosch kombiniert die Hub Line mit dem neuen und besonders kompakten Akku Power Tube 360.

Nabenmotoren gelten als gut geeignet für den Stadtverkehr und vergleichsweise unkompliziert in der Integration. Ein Nabenmotor kann die Übersetzungsbandbreite der Fahrradschaltung allerdings nicht so nutzen wie ein Mittelmotor. Deshalb gelten diese an steilen Anstiegen oder bei schwer beladenen Fahrrädern als die leistungsstärkere Lösung.

Die Hub Line ist vollständig in das Bosch Smart System eingebunden. Funktionen wie Navigation, Software-Updates, Diebstahlschutz oder die Verbindung zur Flow-App bleiben damit verfügbar. Für Fahrradhersteller bedeutet das, dass sie künftig sowohl Modelle mit Mittel- als auch mit Nabenmotor auf derselben technischen Plattform entwickeln können.

Ortung auch im Fahrradkeller

Neben dem neuen Antrieb erweitert Bosch sein Angebot für E-City-Bikes. Neu sind unter anderem der kompaktere LED-Controller als Bedieneinheit am Lenker sowie das Display Intuvia 200 mit monochromer Anzeige für grundlegende Fahrdaten.

Zudem erhält das Connect Module eine genauere Ortungsfunktion per Bluetooth Low Energy. Dadurch sollen gestohlene Fahrräder auch dort besser auffindbar sein, wo GPS an seine Grenzen stößt, etwa in Kellern oder Innenhöfen.

Zertifikat hilft beim Gebrauchtakku-Kauf

Für lange Touren führt Bosch einen Akku namens Power Tube 720 ein. Der Energiespeicher soll Reichweiten von bis zu 185 Kilometern ermöglichen und bleibt dabei mit anderen Power-Tube-Akkus des Smart Systems kompatibel.

Je nach Fahrradmodell kann er fest verbaut oder herausnehmbar sein. Über die bereits bekannte Funktion Battery Lock lässt sich der Akku nach einem Diebstahl digital sperren.

Auch die Software erhält zusätzliche Funktionen. Bosch baut die Navigation weiter aus und ergänzt Möglichkeiten zur individuellen Anpassung von Unterstützungsstufen und Fahrverhalten innerhalb des Smart Systems.

Eine weitere Neuerung betrifft den Gebrauchtmarkt. Mit "Certified by Bosch" führt das Unternehmen ein digitales Zertifikat für gebrauchte E-Bikes mit Smart System ein. Händler können damit den Zustand wichtiger Komponenten dokumentieren, darunter insbesondere die verbleibende Akkukapazität. Ziel ist es, den Kauf und Verkauf gebrauchter E-Bikes transparenter zu machen.


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