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Mobilität: Apple will Carplay für externe KI-Assistenten öffnen

Noch 2026 will Apple offenbar KI-Systeme wie ChatGPT in Carplay zulassen. Dann gibt es mehr Optionen für Sprachdialoge und Informationen im Auto.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Apple Carplay (Bild: Apple)
Artwork von Apple Carplay Bild: Apple

Apple plant offenbar eine Erweiterung seines Infotainment-Systems Apple Carplay: Künftig sollen auch externe, sprachgesteuerte KI-Chatbots im Auto genutzt werden können. Laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) will Apple die Öffnung noch im Laufe des Jahres 2026 umsetzen; ein konkreter Termin oder eine iOS-Version werden nicht genannt.

Bislang ist Carplay auf Siri als einzigen Sprachassistenten beschränkt. Diese Grenze würde Apple nun erstmals aufweichen.

Konkret sollen Anbieter wie ChatGPT, Googles Gemini oder Claude ihre Apps so anpassen können, dass sie direkt über das Carplay-Display laufen und per Sprache bedient werden können.

Zentrale Funktionen bleiben bei Apple

Die Nutzer könnten damit im Auto nicht nur Navigation oder Musik steuern, sondern auch Fragen stellen, Empfehlungen abrufen oder längere Dialoge führen – ohne das iPhone in die Hand zu nehmen. Carplay würde damit funktional deutlich näher an moderne KI-Assistenten heranrücken und im Alltag vielseitiger werden.

Apple soll dabei allerdings vorsichtig vorgehen: Siri bleibt laut dem Bericht weiterhin der zentrale Systemassistent. Der bekannte Siri-Button oder das Aktivierungswort sollen nicht durch fremde Assistenten ersetzt werden.

Stattdessen müssen die Nutzer die jeweilige Chatbot-App aktiv im Carplay-Menü starten. Entwickler können ihre Anwendungen so gestalten, dass sie beim Öffnen direkt in einen Sprachmodus wechseln.

Die grundlegende Assistenz bleibe aber bei Siri und dem Carplay-System. Dazu zählen Navigation, Telefonate, das Vorlesen und Diktieren von Nachrichten, die Mediensteuerung sowie alle systemweiten Aktionen, die über Lenkradtasten oder Sprachknöpfe im Auto ausgelöst werden.

Die externen KI-Chatbots sind davon getrennt und agieren eine Ebene höher: Sie können Gespräche führen, Fragen beantworten oder Empfehlungen geben, greifen aber nicht direkt in tief integrierte Funktionen ein. Für die Nutzer bedeutet das mehr Freiheit bei der Wahl des KI-Assistenten, ohne dass Apple die Kontrolle über Bedienlogik und Sicherheit im Fahrzeug aus der Hand gibt.


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