Abo
  • Services:

Mobilfunkversorgung: Mehr Funklöcher in Niedersachsen als bisher bekannt

Überall Funklöcher in den ländlichen Regionen von Niedersachsen. Wirtschaftsminister Althusmann will nun eine Lösung. Die Opposition sagt, das Funkloch-Casting habe nichts Neues erbracht.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Mobilfunkantenne der Telefonica
Mobilfunkantenne der Telefonica (Bild: Telefónica)

Beim Mobilfunkempfang in Niedersachsen gibt es einer Umfrage zufolge deutliche Diskrepanzen zwischen den Angaben der Mobilfunkbetreiber und den realen Bedingungen vor Ort. Das ist ein erstes Fazit von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), nachdem 8.956 Betroffene vor allem aus den ländlichen Regionen seinem Ministerium Probleme mit der Mobilfunkversorgung gemeldet haben.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach
  2. ETAS, Stuttgart

Althusmann kündigte Verhandlungen mit den Netzbetreibern an, um sie zur Abhilfe aufzufordern. Es gebe "erhebliche Lücken in der Mobilfunkversorgung", sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle die Lücken in der Netzanbindung bis Ende 2019 geschlossen haben. "Daran werden wir auch die Unternehmen messen; sie müssen auch die im Moment noch nicht als wirtschaftlich betrachteten Bereiche mit abdecken", betonte der Minister, der auch für die Digitalisierung im Land zuständig ist. Kritik kam dagegen von der oppositionellen FDP. "Die Landesregierung tischt in Sachen Funklöchern nur kalten Kaffee auf; es gibt keine neuen Erkenntnisse aus dem Funkloch-Casting von Bernd Althusmann", rügte der Fraktionsvize im Landtag in Hannover, Jörg Bode.

FDP kritisiert Lösungsansatz zu Funklöchern

Althusmann will nach der Sommerpause einen Plan mit konkreten Maßnahmen und Zeitplänen präsentieren. "Der Masterplan wird nach einer ressortinternen Abstimmung in den ersten beiden August-Wochen endgültig vorgestellt werden", sagte er. Dann sollten auch Details zu den gemeldeten Funklöchern und konkrete Angaben für die Abhilfe genannt werden. Für den in 20 Themenbereiche aufgeteilten Masterplan, in dem neben dem schnellen Internet der Mobilfunkausbau Priorität hat, werden insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen. 850 Millionen Euro davon sind bereits im Haushaltsentwurf 2019 enthalten.

Dieses Jahr soll es für die Breitband-Infrastruktur die ersten 100 Millionen Euro geben. Bis Ende 2019 sollen 97 Prozent aller Haushalte im schnellen 4G-Netz sein. Bode hält das für zu wenig. "Das ist nichts anderes als die bestehende Ausbauplanung des Bundes und der Unternehmen; wichtig wäre es, wenn das Land sich um die fehlenden drei Prozent kümmern würde", kritisierte er. Schließlich entsprächen drei Prozent der Fläche Niedersachsens fast 1.500 Quadratkilometern, "also eine deutlich größere Fläche als der Landkreis Lüneburg".

Die Bundesregierung geht Stand Ende 2017 davon aus, dass je nach Region zwischen 93,3 und 100 Prozent der Haushalte mit Mobilfunk versorgt sind. Bereits jetzt gilt für Netzbetreiber eine Verpflichtung, bis Januar 2020 deutschlandweit 98 Prozent der Haushalte mit mobilem Breitband zu versorgen. Diese Bedingung war ihnen bei der Versteigerung von Frequenzen im Jahr 2015 auferlegt worden. Nun sollen es bundesweit einheitlich sogar 99 Prozent bis Ende 2020 werden, hieß es nach einem Spitzentreffen von Politik und Mobilfunkkonzernen bei Bundesinfrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) Anfang des Monats in Berlin.

Die Mobilfunkbetreiber wollen mindestens 1.000 Standorte in weißen Flecken neu mit 4G ausbauen oder aufrüsten und mindestens 10.000 Standorte neu bauen oder aufrüsten. Dafür sollen Zahlungen der Netzbetreiber für 4G-Frequenzen vom Bundesfinanzministerium aufgeschoben werden. Auch die Grenzregionen brauchten die Möglichkeit, deutsche Netze zu nutzen, "ohne dass da etwas anderes stark reinstrahlt", erklärte Scheuer.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 11,49€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. (-79%) 8,49€
  4. 4,99€

Madrileno 19. Jul 2018

Finde den Fehler: "Bis Ende 2019 sollen 97 Prozent aller Haushalte im schnellen 4G-Netz...

TC 18. Jul 2018

Netz nur in den Bahnhöfen

johnDOE123 18. Jul 2018

oje, man muss nicht alles glauben was die telcos von sich geben. https://intelligente...

Auspuffanlage 18. Jul 2018

Der Ansatz/ die Idee klingt interessant, bitte mehr Infos dazu! Vielleicht können sich...


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Shadow of the Tomb Raider

Wir tauchen mit Lara in der Apokalypse ab und verfassen unser Fazit.

Fazit zu Shadow of the Tomb Raider Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /