Abo
  • IT-Karriere:

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.

Artikel von Jan Rähm veröffentlicht am
Netzanbieter haben eigene Tarife fürs IoT.
Netzanbieter haben eigene Tarife fürs IoT. (Bild: Pexels / Montage: Golem.de)

Hundetracker, Firmenwagen, Überwachungskameras im Kleingarten oder auf dem abgelegenen Firmengelände: Sollen Maschinen egal welcher Größe miteinander oder mit zentralen Rechnern kommunizieren, braucht es einen Netzwerkzugang. Besonders bei mobilen Geräten oder wenn kein Internetanschluss in der Nähe ist, kommen kabellose Lösungen via Mobilfunk ins Spiel.

Inhalt:
  1. Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
  2. Business-IoT: Nicht ganz so einfach

Auch Messstationen für Luftgüte im freien Feld setzen oft Mobilfunkzugänge ein, um die gemessenen Daten an den Auswerteserver zu senden. Bereits seit eigener Zeit bieten die drei deutschen Netzbetreiber reine Datenzugänge zu diesem Zweck an - inklusive einer Besonderheit: Während noch über nationales Roaming beim kommenden Mobilfunkstandard 5G diskutiert wird, ist freie Netzwahl bei Mobilfunkzugängen für Maschinen bereits seit Jahren Realität.

Nationales Roaming für das IoT

Das nationale Roaming machen alle drei Netzbetreiber über einen kleinen Trick möglich: Sie nutzen SIM-Karten ihrer ausländischen Gesellschaften. So verwendet beispielsweise Telefónica eine SIM-Karte namens Vivo-o2-Movistar mit spanischer Kennung für lokales Roaming in Deutschland und auch globales Roaming. Welche Länderkennzeichnung die SIMs von Vodafone tragen, hat uns der Konzern zwar nicht mitgeteilt. Schriftlich heißt es jedoch: "IoT-Anwendungen können im Falle, dass einmal kein Vodafone-Netz verfügbar sein sollte, weltweit auf andere Netze zugreifen. Das ermöglicht eine spezielle globale SIM-Karte, die ausschließlich für das Internet der Dinge lizenziert ist und benutzt wird."

Ähnlich funktioniert es bei der Telekom in den geschäftlichen IoT-Tarifen. Die Karten heißen hier GlobalSIM und sind versehen "mit einem internationalen Kenner. Zusätzlich gibt es dedizierte Roaming-Vereinbarungen für diese Karte mit den anderen Mobilfunkanbietern in Deutschland", schreibt die Pressestelle.

Stellenmarkt
  1. MVV Trading GmbH, Mannheim
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut

Die reinen Datentarife für den IoT-Einsatz gibt es sowohl für private als auch für geschäftliche Anwender. Dabei orientieren sich die Anbieter am Anwendungszweck. So sieht beispielsweise die Telekom als Einsatzgebiet für ihre SIMs für Privatkunden Tracker aller Art. Ähnlich bei Vodafone: Das Privatkundenprodukt V-Sim steckt dort meist ebenfalls in Tracking-Systemen für Hund, Katze, Kind oder Auto. Aber auch mobile Überwachungskameras führt Vodafone als Einsatzzweck auf. Lediglich O2/Telefónica bietet seinen reinen Datentarif für private Kunden ohne explizites Einsatzszenario an und überlässt die Verwendung den Kunden.

Privates IoT: tracken, gucken, fahren

Aus der Art des Einsatzes leiten einige Anbieter offenbar auch die Preise ab - wie beispielsweise Vodafone bei der V-Sim. Diese bietet der Netzbetreiber einzeln und als Paket aus Hardware und SIM-Karte an. Je nach Einsatz und Hardware heißen die Pakete V-Kids Watch, V-Camera, V-Pet Tracker oder V-Auto. Der Privatkunde zahlt dafür neben einem Einmalpreis für die Hardware eine monatliche Service-Gebühr, die je nach Paket und Service zwischen knapp drei und sechs Euro liegt. Die reine V-Sim ohne gekoppelte Hardware und Services kostet einmalig rund fünf Euro; monatlich werden zudem knapp sieben Euro fällig. Vodafone verspricht, dass die Monatsgebühr den kompletten Datentraffic in der ganzen EU abdeckt.

Bei Telefónica/O2 können Privatkunden zur o2 Go Freikarte greifen. Der Prepaid-Datentarif ist zwar ohne Grundgebühr, den Datenverkehr müssen Kunden aber hinzubuchen. Das kann tageweise geschehen: Für knapp drei Euro gibt es 500 MByte pro Tag. Wer die Zehn-Tages-Option für knapp 20 Euro wählt, spart ein Drittel und kann zehnmal 500 MByte verbrauchen. Monatsweise geht es mit dem Surf-Pack S mit 300 MByte für knapp drei Euro los. Das XL-Pack mit 10 GByte Traffic liegt bei knapp 35 Euro.

Einen dedizierten Tarif für beliebige IoT-Anwendungen führt die Telekom nicht. Sie bietet neben ihren reinen Datentarifen weitere spezialisierte Angebote an. Als Car Connect vermarktet der Konzern einen IoT-Tarif für Fahrzeuge. Mittels eines Adaptersteckers werden nicht nur Telematik-Daten in die Cloud übertragen, der Stecker dient zudem als Hotspot für bis zu fünf verbundene Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Die müssen sich das enthaltene Datenvolumen von 5 GByte bei Neukunden und 10 GByte teilen, wenn der Tarif zu einem bestehenden Vertrag hinzugebucht wird. Der Adapter kostet regulär einmalig knapp vierzig Euro, wird derzeit aber für einen Euro offeriert. Wer etwas anderes als sein Auto verfolgen möchte, der kann zum Smart Connect S greifen. Der als Tracking-Flat bezeichnete Tarif kostet rund fünf Euro und beinhaltet unbegrenztes Datenvolumen bei einer Download-Bandbreite von nur 64 kBit/s. Im Upload sind es gar nur 0,064 kBits/s.

Bei den geschäftlichen Anwendern zeigt sich ein ganz anderes Bild: Hier bieten alle drei Netzanbieter große Freiheiten und wollen ihre Angebote nach eigener Aussage nach dem Wunsch der Kunden richten.

Business-IoT: Nicht ganz so einfach 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote

heikom36 18. Jul 2019 / Themenstart

Aber am Ende leider wenig Übersicht. Da wird viel geschrieben aber man kann es nicht...

ahofmann 16. Jul 2019 / Themenstart

Ich bin froh, dass hier jemand Alternativen postet. Ich fand den Artikel enttäuschend und...

dex2000 16. Jul 2019 / Themenstart

Die gibt's aber nur in den teuren Tarifen gratis.

skythe 16. Jul 2019 / Themenstart

Ich finde netzclub.net ist eigentlich eine sehr gute kostenlose Option für IoT. Auch wenn...

DAASSI 16. Jul 2019 / Themenstart

Hat schon seit fast einem Jahr einen IOT-Tarif für ca. 4,50¤ pro Monat und kann...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B vorgestellt

Nicht jedem dürften die Änderungen gefallen: Denn zwangsläufig wird auch neues Zubehör fällig.

Raspberry Pi 4B vorgestellt Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. ADAC Privaten Tiefgaragen fehlen Lademöglichkeiten
  2. Solaris Mailand schafft 250 Elektrobusse an
  3. BYD und Alexander Dennis London bekommt erste Elektro-Doppeldecker

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
  2. Versicherung Fahrer von teuren Elektroautos häufig in Unfälle verwickelt
  3. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter

LoL: Was ein E-Sport-Trainer können muss
LoL
Was ein E-Sport-Trainer können muss

Danusch Fischer und sein Team trennen teils Hunderte Kilometer. Aus dem Homeoffice in Berlin-Wedding trainiert der 23 Jahre alte League-of-Legends-Coach des Clans BIG seine fünf Spieler aus Deutschland, Finnland, Griechenland und Tschechien - nachmittags nach Schulschluss.
Von Nadine Emmerich

  1. Arbeit Hilfe für frustrierte ITler
  2. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  3. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt

    •  /