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Business-IoT: Nicht ganz so einfach

Telefónica Deutschland bietet seinen Kunden ein eigens für IoT-Anwendungen konzipiertes Tarifmodell. IoT Connect dient der Vernetzung von Maschinen und Geräten und soll einen einfachen Einstieg in das Internet der Dinge und in M2M-Anwendungen ermöglichen. Der Tarif besteht aus einem modularen Leistungskatalog mit zwei Basistarifen und zahlreichen buchbaren Zusatzleistungen. Die Basistarife unterscheiden nach vorrangiger Nutzung in Deutschland oder in Europa.

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In einer Art Baukasten können Kunden wählen zwischen kurzer und langer Laufzeit, flexiblen Datenpaketen und weiteren Optionen. Besonders interessant: Die gebuchten Datenpakete je SIM können in einem gemeinsamen Pool zusammengefasst werden. So können unterschiedliche Traffic-Anforderungen ausgeglichen werden. Am Ende des sehr übersichtlichen IoT-Tarifbaukastens zeigt Telefónica sowohl den Gesamtpreis als auch den Preis je genutzter SIM an. Für das Management der gebuchten SIMs gibt es eine spezielle Plattform namens Kite, mit der Kunden ihre Geräte verwalten können und die die Integration in IoT-Cloudserleichtern soll.

Bei konkreten Angeboten und Preisen sind Telekom und Vodafone im Gegensatz zu Telefónica eher zurückhaltend. Auf Nachfrage beschreibt uns Vodafone sein Trackingsystem Vodafone IoT Tracker für Fahrzeuge vom Pkw bis zum Lkw, Baumaschinen und andere bewegliche Objekte. Teil davon ist eine Oberfläche, auf der der Kunde seine getrackten Objekte verfolgen kann. Die Plattform können Geschäftskunden ab knapp vier Euro monatlich pro getracktem Objekt buchen, wobei Umfang und Kosten der Vernetzung jeweils von den Anforderungen und Wünschen der Kunden abhängen. Für alle weiteren Anwendungsfälle wie beispielsweise Maschinensteuerung, Fernüberwachung oder Automation kann das Unternehmen den Netzbetreiber direkt kontaktieren.

Ähnlich hält es die Telekom: Sie verweist auf die Komplexität von IoT-Anwendungen. Das fange bereits mit der Frage an, ob die geplante Anwendung intern genutzt oder als Produkt verkauft werden soll. Weitere Aspekte für den passgenauen IoT-Tarif seien Abrechnungsmodalitäten, Aktivierung der Geräte, Verteilung und mehr. Auf Nachfrage teilt die Pressestelle mit: "Allein mit Datentarifen ist es eben nicht getan. Wir haben als Telekom eine Self-Service-Plattform, mit der unsere Kunden all diese unterschiedlichen Anforderungen abbilden."

Die Telekom verweist auf ihre Angebotsstruktur, die unterschiedliche Tarife je nach Geschäftsmodell ermögliche. Trotzdem soll ab Juni dieses Jahres ein Prepaid-System als einfach buchbares Standardangebot vertrieben werden. Darüber hinaus hat der Konzern Komplettpakete für ausgewählte Einsatzzwecke wie Tracking von Gütern und Maschinenüberwachung im Angebot.

Alternative: Multi-SIM und Zusatzkarten

Für private wie auch geschäftliche Anwender kann sich ein Blick in die Konditionen ihrer Mobilfunk- und Festnetzverträge lohnen. Denn bei so manchem können kostenfrei zusätzliche SIM-Karten gebucht werden, die bei gleicher Rufnummer wie die Hauptkarte die Inklusivleistungen des Vertrags nutzen. So kann man sein Tablet oder seine Smartwatch genauso ins Netz bringen wie IoT-Geräte. Das verfügbare Datenvolumen des Vertrags wird meist von allen Karten gemeinsam gebraucht. Aber Vorsicht: Die Konditionen für Multi-SIMs unterscheiden sich je nach Mobilfunkanbieter teilweise zwischen den verschiedenen Verträgen sehr stark.

Eine weitere Möglichkeit, Tracker und andere Dinge online zu bringen, sind zusätzliche SIM-Karten, wie manche Festnetzanbieter sie zu ihren Anschlüssen anbieten. So gibt es beispielsweise bei 1&1 bei einigen seiner DSL-Anschlüsse bis zu vier kostenfreie SIM-Karten, die auf eine Bandbreite von 7,2 MBit/s gedrosselt sind und denen monatlich bis zu 100 MB Datenvolumen zur Verfügung steht. Lediglich eine Aktivierungsgebühr fällt bei diesen Karten an. Die Laufzeit ist an jene des Hauptvertrags gebunden.

Oldschool: IoT-Steuerung und Feedback per SMS

Ganz neu in allerlei Elektronik sind SIM-Karten zugegebenermaßen nicht. Schon lange können beispielsweise Autostandheizungen per Fernbefehl gesteuert werden, was meist per SMS passierte. Die Nachfrage nach derlei alter Technologie ist laut Telekom nicht mehr stark, weshalb SMS für IoT-Anwendungen nicht mehr vorgesehen ist. Dennoch sind laut Pressestelle SIM-Karten des Unternehmens Multimode-fähig und können neben dem Funkstandard NB-IoT auch immer 2G/3G, über das weiterhin SMS möglich wäre.

Telefónica sieht SMS weiterhin als manchmal notwendig an - auch für IoT-Anwendungen. Entsprechend unterstützen alle IoT-Systeme des Konzerns den Empfang von SMS: Mit der Global Sim Vivo-o2-Movistar sind Empfang und Senden möglich. Anders bei Vodafone: Sowohl die V-Sim für Privatkunden wie auch Vodafone IoT Tracker für Enterprise-Kunden sind reine IP-basierte Daten-Systeme, bei denen leitungsvermittelte Dienste wie Versand/Empfang von SMS-Nachrichten nicht vorgesehen sind.

Der Blick auf IoT-Tarife für private wie geschäftliche Kunden zeigt: Das Internet der Dinge ist bereits Realität. Mit dem Ausbau von 5G erwarten die Netzbetreiber einen starken Anstieg vernetzter Geräte. Die Telekom etwa spricht von Massen-IoT und verweist darauf, dass heutige Netze nach technologischen und wirtschaftlichen Aspekten nur unzureichend auf den Ansturm der Maschinen vorbereitet seien. Deswegen arbeitet das Unternehmen wie auch seine Mitbewerber intensiv an der Vorbereitung der künftigen Netze und der benötigten Dienste.

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 Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
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heikom36 18. Jul 2019

Aber am Ende leider wenig Übersicht. Da wird viel geschrieben aber man kann es nicht...

ahofmann 16. Jul 2019

Ich bin froh, dass hier jemand Alternativen postet. Ich fand den Artikel enttäuschend und...

dex2000 16. Jul 2019

Die gibt's aber nur in den teuren Tarifen gratis.

skythe 16. Jul 2019

Ich finde netzclub.net ist eigentlich eine sehr gute kostenlose Option für IoT. Auch wenn...

DAASSI 16. Jul 2019

Hat schon seit fast einem Jahr einen IOT-Tarif für ca. 4,50¤ pro Monat und kann...


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