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Mobilfunkstandard: Schweiz schaltet GSM 2023 endgültig ab

Mit Sunrise stellt der letzte Schweizer Mobilfunkanbieter sein GSM -Netz ab. Auch das Aus für UMTS ist absehbar.
/ Daniel Ziegener
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Ein Neuzugang im Museum der Mobilfunkgeschichte (Bild: Rayson Tan)
Ein Neuzugang im Museum der Mobilfunkgeschichte Bild: Rayson Tan / Unsplash

In der Schweiz schaltet der letzte Mobilfunkanbieter sein GSM-Netz ab(öffnet im neuen Fenster) . Der zweitgrößte Netzbetreiber Sunrise wird dem 2G-Standard ab dem 3. Januar 2023 ein Ende setzen. Die Anbieter Swisscom und Salt schalteten ihre alten Netze schon früher ab.

Sunrise-CEO André Krause sagte, man habe "zugunsten unserer Kundinnen und Kunden den Wechsel auf eine moderne Mobilfunkgeneration bewusst flexibler gestaltet" und die Netze daher länger laufen lassen. Da 2G-Verbindungen aber "praktisch nicht mehr benötigt werden" , habe man sich für die endgültige Abschaltung entschieden.

An seinem 3G-Netz will Sunrise vorerst neben den neueren Mobilfunkgenerationen LTE und 5G festhalten – allerdings soll auch UMTS in den nächsten drei bis vier Jahren abgeschaltet werden.

Unterstützung für GSM und UMTS schwindet

Die Abschaltung der nächsten Mobilfunkgeneration könnte schon kurz auf das GSM-Ende folgen. Anfang 2022 kündigte Swisscom an, ihr 3G-Netz nur noch bis zum Jahr 2025 zu betreiben . Diese dritte Mobilfunkgeneration wurde 2004 von Swisscom in der Schweiz eingeführt. Sein GSM-Netz schaltete der größte Mobilfunkbetreiber des Landes bereits im April 2021 ab.

In Österreich will Magenta Telekom ihr UMTS-Netz "nach 20 Jahren Dienstzeit" am 1. Januar 2024 abschalten. GSM wird weiterhin für SMS und Telefonie im Einsatz bleiben. Zuvor kündigte bereits der Netzbetreiber A1 an, sein 3G-Netz Ende 2024 abzuschalten.

Während die alten Standards nach und nach abgeschaltet werden, streiten Mobilfunkanbieter in Deutschland schon wieder über die Verteilung von Frequenzbereichen. 1&1-Chef Ralph Dommermuth brachte ein Ende der teuren Auktionen ins Spiel .


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