Mobilfunknetz: Telekom-Chef gibt Probleme bei WLAN in ICE-Zügen zu

Zu Hauptverkehrszeiten schafft die Telekom es nicht, die ICE-Hotspots mit ausreichender Datenübertragungskapazität zu versorgen, bestätigt deren Chef Niek Jan van Damme. Ein gesamter Waggon teilt sich 10 MBit/s. Doch der Ausbau soll dies in den nächsten Monaten verbessern.

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ICE 3 mit Hotspot
ICE 3 mit Hotspot (Bild: Volker Emersleben/Deutsche Bahn)

Die Deutsche Telekom räumt Probleme bei der WLAN-Versorgung in ICE-Zügen ein. "Zu den Hauptverkehrszeiten können wir aktuell trotz vielfacher LTE-Anbindung der Züge nicht immer den Datenhunger der Smartphones komplett stillen. Das führt dann auch mal zu temporären Einschränkungen", sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, dem Nachrichtenmagazin Focus.

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Die Kunden würden ihre Smartphones und Notebooks immer häufiger und intensiver in den Zügen nutzen. Beim noch laufenden Ausbau des LTE-Netzes an den ICE-Strecken habe man die Nachfrage der Datendienste unterschätzt.

Auch die Bahn weiß, dass Kunden in den 255 ICEs während der Fahrt häufig schlecht oder gar nicht mit Internet versorgt werden. "Das ist uns natürlich auch aufgefallen, und an diesen technischen Problemen sind wir gerade dran", erklärte Bahn-Experte Michael Peterson dem Focus. Peterson ist verantwortlich für alle Produkte in den Fernzügen. "Die Telekom hat sich dazu verpflichtet, die 5.500 ICE-Bahnkilometer mit LTE zügig auszustatten", betonte Peterson. Telekom-Sprecher Dirk Wende hatte Golem.de im März 2015 gesagt, dass es "hochkomplex" sei, die Bahn bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern in der Stunde mit WLAN zu versorgen. Hier spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. "Wenn es einen Defekt an einem Kabel im Zug gibt, können wir diesen nicht im laufenden Betrieb beheben. Wir können auch erst in den Zug und dort arbeiten, wenn dieser in einer Wartungshalle steht. Wenn im ICE-Tunnel eine Sendeanlage defekt ist, muss alles mit der Sicherheit der Bahn abgestimmt werden, bevor ein Techniker dort hinein kann."

Interner Ausbauplan auf 100 MBit/s

Laut dem Ausbauplan des WLAN-Netzes in ICE-Zügen für die nächsten Monate, der dem Focus vorliegt, sollen pro Waggon ab Herbst nicht mehr nur 10 MBit/s zur Verfügung stehen. Ab September 2015 soll es in den meisten Waggons jeweils 55 MBit/s geben, in einem späteren Schritt dann 100 MBit/s. Diese Datenübertragungsrate teilen sich alle, die sich in dem Waggon mit dem Telekom-Hotspot verbinden. Bei WLAN - nicht nur im Zug - handele es sich um ein Shared Medium. Je mehr Menschen sich in der Zelle bewegten, desto geringer werde die Bandbreite.

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Der Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte zugesagt, den Reisenden der 2. Klasse ab 2016 einen kostenlosen WLAN-Zugang in Fernzügen zu bieten. Im Januar 2015 waren 231 der 255 ICE-Züge mit der Technik ausgestattet.

Die Telekom nutzt kein Flash-OFDM mehr, um die Hotspots der ICs zu versorgen. Wie der Konzern in einem Blogbeitrag mitteilt, wird zur Anbindung nur noch 3G und LTE verwendet.

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wlanowski 08. Aug 2015

Ja genau darum gehts ja in dem Artikel. Die Telekom war bisher zu langsam beim Ausbau...

rainer_zufall 08. Aug 2015

Also ich bin letzte Woche Freitag von Hamburg nach Leipzig mit dem ICE gefahren (2...

Neuro-Chef 08. Aug 2015

Vor allem sollte die Bandbreite gleichmäßg den Nutzern zur Verfügung gestellt werden...

LinuxMcBook 07. Aug 2015

Der Mobilfunkausbau an ICE-Trassen ist aber ungleich leichter, als sonstige LTE-Masten...



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