Mobilfunkausrüstung: Ericsson will die Preise erhöhen

Ericsson-Chef Borje Ekholm will die Kosten senken und die Preise erhöhen. Der Gewinn ging wegen Problemen in den Lieferketten und bei Patentzahlungen zurück.

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Hauptsitz von Ericsson in Stockholm
Hauptsitz von Ericsson in Stockholm (Bild: Ericsson)

Ericsson meldete zwischen Juli und September einen Nettogewinn von 5,4 Milliarden Schwedischen Kronen (491,8 Millionen Euro), was einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das gab der Mobilfunkausrüster am 20. Oktober 2022 bekannt. Laut Umfragen von FactSet und der Nachrichtenagentur Bloomberg lag dies zwischen 5,7 und 5,9 Milliarden Kronen unter den Erwartungen der Analysten.

Der Gewinnrückgang war zum Teil auf die 6,2-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Cloud-Unternehmens Vonage durch Ericsson zurückzuführen. Vorstandsvorsitzender Borje Ekholm sagte, das Unternehmen werde "weiterhin proaktiv Optionen zur Kostensenkung prüfen". Gründe für den Rückgang waren geringere Einnahmen für Patente und Lizenzen und anhaltende Lieferkettenprobleme. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 19 Prozent auf 7,2 Milliarden Schwedische Kronen (658 Millionen Euro).

Ericsson: Börse zeigt sich enttäuscht

"Kosteneffizienz ist auch entscheidend, um Investitionen in Technologieführerschaft zu ermöglichen und unsere Widerstandsfähigkeit in einem unsicheren Markt zu stärken", erklärte Ekholm. Er fügte hinzu, dass Ericsson "Preisanpassungen" vornehme, da die Inflation weltweit stark ansteige.

Ericsson meldete einen Anstieg des Umsatzes auf 68 Milliarden Kronen nach 56,3 Milliarden Kronen im Vorjahr. Der Umsatz von Nokia in Russland ging um ungefähr 70 Millionen Euro zurück. Ericsson erklärte, dass der Rückzug aus dem russischen Markt den Umsatz um 800 Millionen Kronen beeinträchtige. Die Aktien von Ericsson sanken um mehr als 11 Prozent. Auch Nokia hatte am Donnerstag enttäuschende Zahlen vorgelegt.

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