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Mobilfunkausrüster: Nokia will Alcatel-Lucent kaufen

Laut mehreren Berichten will Nokia wieder eine Marktgröße werden, wenn auch nicht als Smartphone-Hersteller, sondern als Mobilfunkausrüster. Eine Bekanntgabe könnte in Kürze erfolgen.

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In den Bell Labs von Alcatel-Lucent
In den Bell Labs von Alcatel-Lucent (Bild: Bell Labs/Screenshot: Golem.de)

Nokia sei in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme der Mobilfunksparte von Alcatel-Lucent, berichten die französische Finanzzeitung Les Échos und die britische Financial Times. Les Échos beruft sich auf verhandlungsnahe Kreise und erwartet in Kürze eine offizielle Bekanntgabe durch die Unternehmen.

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Seit Januar 2015 fänden Treffen auf Managementebene statt, so der Bericht. Nokia hat die Verhandlungen bestätigt.

Huawei und Ericsson sind Marktführer

Nokia könnte durch die Übernahme Marktanteile gewinnen. Alcatels Wireless-Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5 Milliarden US-Dollar. Beide Unternehmen konkurrieren mit den beiden Marktführern, dem chinesischen Konzern Huawei und Ericsson aus Schweden.

Laut den Informationen der Financial Times könnte die Verhandlungen aber auch noch abgebrochen werden.

Nokia-Chef Rajeev Suri hatte wegen des hohen Konkurrenzdrucks eine Konsolidierung der Branche angekündigt. Alcatel-Lucent ist aus einem Zusammenschluss der französischen Alcatel mit Lucent Technologies aus den USA entstanden, blieb aber angeschlagen. Alcatel ist zudem traditionell relativ stark in Nordamerika, eine Region, in der Nokia erst kürzlich begonnen hat, durch Verträge mit Sprint einen größeren Marktanteil aufzubauen.

Während Nokia sich auf den Aufbau und die Aufrüstung von Mobilfunknetzen konzentriert, ist Ericsson auch in Bereichen wie Media Services sehr aktiv.

Nokia konnte im dritten Quartal 2014 erstmals seit drei Jahren einen Umsatzzuwachs melden. Der Kurs der Nokia-Aktie ist seit dem Verkauf des Mobilfunkgeschäfts an Microsoft vor einem Jahr um 45 Prozent gestiegen.

Ein Verkauf des gesamten Unternehmens Alcatel-Lucent ist wegen der Protektion in Frankreich für wichtige Industrien des Landes kompliziert, weshalb nur über einen Teil des Konzerns verhandelt wird. Doch auch ein Verkauf der Mobilfunksparte benötigt die Zustimmung der Regierung in Frankreich.



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