Abo
  • Services:

Mobilfunkausrüster: Ericsson feuert seinen Konzernchef

Ericssons Chef ist mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Vestberg wurde wegen privater Nutzung des Firmenjets und hoher Prämien in für die Firma schweren Zeiten kritisiert. Gewinn und Umsatz des Unternehmens sind wiederholt stark gesunken.

Artikel veröffentlicht am ,
Ericsson-Chef Hans Vestberg
Ericsson-Chef Hans Vestberg (Bild: Albert Gea/Reuters)

Der Verwaltungsrat von Ericsson hat Konzernchef Hans Vestberg mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Das gab der Netzwerkausrüster am 25. Juli 2016 bekannt. Der Verwaltungsratschef lobte die Führungsqualitäten und die Energie von Vestberg in den "Umwälzungen der vergangenen sieben Jahre." Der Verwaltungsrat sei aber der Meinung, dass "die Zeit für eine neue Führung gekommen" sei. Vestberg werde noch sechs Monate lang den Verwaltungsrat unterstützen.

Stellenmarkt
  1. TeamBank, Nürnberg
  2. Continental AG, Frankfurt am Main, Wolfsburg

Vestberg war 28 Jahre für Ericsson tätig. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar wird übergangsweise Vorstandschef des schwedischen Konzerns, intern und extern werde nach geeigneten Kandidaten gesucht.

Druck und Ermittlungen

Ericsson steht als Mobilfunkausrüster unter Druck von Huawei und Nokia. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Milliarden Euro). Der Gewinn fiel um 24 Prozent auf 1,6 Milliarden Kronen. Kostensenkungen und Entlassungen wurden angekündigt. Gespart werden soll bei Forschung und Entwicklung, ein wichtiger Schwerpunkt wird auf die Kooperation mit Cisco gelegt.

Der Umsatz sank damit bereits das siebente Mal in Folge.

Die Wirtschaftszeitung Dagens Industri hatte berichtet, dass die zwei Großaktionäre Investor AB und Industrivarden die Absetzung gefordert hätten. Vestberg wurde von ihnen wegen seines hohen Einkommens bei Ericsson und privater Nutzung des Firmenjets für eine Sportveranstaltung und seine Beteiligung am Schwedischen Olympic Committee (SOC) in für den Konzern schwierigen Zeiten kritisiert.

Die Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtete im Juni, dass US-Strafverfolgungsbehörden das China-Geschäft Ericssons untersuchen würden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 54,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 2,99€
  4. 14,99€

bofhl 25. Jul 2016

Warum FAIL? Das war doch bei Ericsson immer schon so! Es verwundert eher, dass die den...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  2. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  3. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an

    •  /