Mobilfunkausbau: Dobrindt will 5G-Frequenzen im nächsten Jahr vergeben

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll in drei Jahren an den Start gehen. Deshalb will die Bundesregierung die benötigten Frequenzen schon möglichst früh verteilen.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (Bild: BMVI)

Die Bundesregierung plant eine schnelle Verteilung der Frequenzbereiche für den neuen Mobilfunkstandard 5G. "Mein Ziel ist es, dass wir im nächsten Jahr bereits die Vergabe der Frequenzen für 5G in Deutschland durchführen", sagte Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag in Berlin und fügte hinzu: "Wir wären damit auch die ersten in Europa. Aber das gibt der Industrie auch eine entsprechende Sicherheit und Möglichkeit, frühzeitig für die 5G-Architektur die notwendige Infrastruktur in Deutschland aufzubauen."

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll bis zum Jahr 2020 kommen und Übertragungsraten von bis zu 20 GBit/s bringen. Derzeit ist aber noch nicht klar, welche Frequenzbereiche dafür zur Verfügung gestellt werden.

UMTS könnte 5G weichen

So hält die Bundesnetzagentur die im Jahr 2000 versteigerten UMTS-Frequenzen, die bis Ende 2020 zugeteilt sind, für geeignet. Deshalb sei rechtzeitig über die erneute Bereitstellung der 3G-Frequenzen zu entscheiden. Sollten die Frequenzen für 5G genutzt werden, müsste UMTS abgeschaltet werden.

Zudem wurden in den Orientierungspunkten der Bundesnetzagentur weitere Frequenzbereiche als Pionierbänder für 5G benannt. Geeignete und absehbar verfügbare Frequenzbereiche seien die 700-MHz-Mittenlücke, 2 GHz, 3,4 bis 3,8 GHz, 26 GHz und 28 GHz. Auch sie sollen frühzeitig für den Ausbau bereitgestellt werden.

Weitere Details nannte Dobrindt nicht. Nach Ansicht der Ministers ist die Bundespolitik nicht nur bei der finanziellen Förderung des Breitbandausbaus und Organisation des Netzausbaus zusammen mit den Telekommunikationsunternehmen gefragt. Die Regierung müsse darüber hinaus bei der "Frequenzzurverfügungstellung für 5G-Technologien die notwendigen Entscheidungen leisten". Dobrindt überreichte am Dienstag 165 Förderbescheide für den Breitbandausbau in Deutschland.

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Pjörn 24. Mär 2017

Aber das gibt der Industrie auch eine entsprechende Sicherheit []&#8220...

Kleine Schildkröte 22. Mär 2017

ein Vorspiel für ein beschleunigtes Verfahren, für das dann Herr und Frau Politiker...

Cok3.Zer0 21. Mär 2017

Ich ahne, dass mit dem Erlös dann das Festnetz mit einer überspezifischen Förderung...

Koto 21. Mär 2017

Mal ehrlich was bringt einen Speed wenn der Traffik so lächerlich ist? Viel gedöhns um nix.



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