Abo
  • Services:

Schnelles Netz für Fernsteuerung erforderlich

Im Gespräch mit Golem.de verteidigte Voigt die Bestrebungen, möglichst geringe Latenzzeiten von einer Millisekunde für den Standard zu fordern. Diese seien beispielsweise beim sogenannten Platooning zwischen Lkw erforderlich, sagte der Audi-Ingenieur und fügte hinzu: "Je dichter der Abstand zwischen Fahrzeugen, desto höher kann die Energieeinsparung sein. Selbst Teleanwendungen sind denkbar, bei denen die Fahrzeuge aus der Ferne gesteuert werden." Die Hersteller realisieren das Platooning derzeit mit GPS, Radar und WLAN.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen
  2. Klinikum Esslingen GmbH, Eßlingen

Zudem ist laut Voigt zu beachten, dass verkehrsrelevante Daten künftig auch in einem Backend in den USA verarbeitet werden könnten. "Beim autonomen Fahren muss man sicherstellen, dass man in der gesamten Informationskette so geringe Latenzen wie möglich hat. Da zählt jede Millisekunde", sagte Voigt. Daneben gebe es auch erste Ideen zum sogenannten Mobile Edge Computing, bei dem die Daten möglichst lokal, beispielsweise direkt in der Basisstation verarbeitet werden. "Bei Audi prüfen wir einen sinnvollen Einsatz. Wenn ich allerdings in jeder lokalen Zelle Anwendungen platzieren muss, ist das ein ziemlicher Aufwand. Hier wäre dieser dezentrale Einsatz mit einem zentralen Hochsicherheits-Backend zu vergleichen, das von den Anforderungen ganz anders aufgebaut werden kann als eine Basisstation."

Oettinger lobt Kooperation

Dass die Autokonzerne den neuen 5G-Standard beeinflussen wollen, ist nachvollziehbar. Schließlich sollen die vernetzten Autos zu den wichtigsten Nutzern des neuen Netzes werden. Nicht ohne Grund hatte der frühere EU-Digitalkommissar Günther Oettinger auf der ELIV die Kooperation zwischen Telekommunikationsunternehmen und der Automobilwirtschaft in Sachen 5G gelobt. So könne ermöglicht werden, dass sich auf der einen Seite für die Provider die Investitionen auf dem Land lohnten, weil die dort fahrenden vernetzten Autos das schnelle Mobilfunknetz nutzen könnten. Zum anderen könnten die Autohersteller darauf bauen, dass ihre mobilen Dienste flächendeckend im Land funktionierten.

Etwas utopisch mutet noch die Vorstellung an, dass die autonomen Fahrzeuge auf Basis der geringen Latenzzeiten tatsächlich aus der Ferne gesteuert werden könnten. Doch für Flottenbetreiber könnte das eine wichtige Möglichkeit sein, autonome Taxidienste anzubieten und in Fällen, in denen das Fahrzeug überfordert ist, aus der Ferne einzugreifen. Google hat inzwischen ein solches Kontrollzentrum aufgebaut, um einen Test im US-Bundesstaat Arizona starten zu können. Vodafone präsentierte in dieser Woche in Düsseldorf zusammen mit den Partnern Ericsson und Cisco ein ferngesteuertes Auto. Für solche Anwendungen wäre künftig in der Tat eine Kombination aus kurzen Latenzzeiten und hohem Datenupload erforderlich.

Waymos Autos brauchen kein ständiges Internet

Ein Grundproblem des autonomen Fahrens kann jedoch selbst der beste Standard nicht lösen: Sicherheitskritische Funktion dürfen nicht auf eine funktionierende Mobilfunkverbindung angewiesen sein. "Unsere Fahrzeuge sind nicht von einer ständigen Verbindung abhängig, um sicher zu funktionieren", heißt es dazu im kürzlich veröffentlichen Sicherheitsbericht der Google-Schwester Waymo. Diesen Standard wird wohl auch 5G nicht aushebeln können.

 Mobilfunkallianz 5GAA: 5G soll Fernsteuerung autonomer Autos ermöglichen
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,84€ + Versand
  2. ab 349€

AllDayPiano 27. Okt 2017

Ich differenziere da sehr wohl. Gewisse Dinge können durchaus von außen kommen - gerade...

Snoozel 27. Okt 2017

Für Warnungen kurz vor dem Auto - OK, aber nicht für Fernsteuerung.

mrgenie 27. Okt 2017

"Selbst die Fernsteuerung selbstfahrender Autos solle ermöglicht werden" Das Thema...

ckerazor 27. Okt 2017

Was übrigens ein witziges Paradoxon ist. Denn früher konnte es dir passieren dass die...

k2r 27. Okt 2017

Beim hohen Engagement und der Transparenz von Autofirmen in IT-Sicherheitsthemen bestimmt...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    •  /