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Mobilfunk: Was die Telekom mit LTE bei 700 und 1500 MHz macht

Die Deutsche Telekom hat als erstes Unternehmen etwas darüber verraten, was sie mit den neuen LTE -Frequenzen machen will: Die 1500-MHz-Frequenzen sollen den LTE-Downstream verstärken. Vodafone will noch nichts dazu bekanntgeben.
/ Achim Sawall
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LTE-Mast in Rammenau (Bild: Vodafone)
LTE-Mast in Rammenau Bild: Vodafone

Telekom-Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn hat mit der Redaktion von Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) über die Pläne des Netzbetreibers für die neuen Frequenzbereiche bei 700 und 1500 MHz gesprochen. Die 1500-MHz-Frequenzen würden dafür eingesetzt, den LTE-Downstream zu verstärken, erklärte er. Bis Juni 2015 wurden von der Bundesnetzagentur die Frequenzen in den Bereichen bei 700 MHz, 900 MHz und 1.800 MHz sowie im Bereich bei 1,5 GHz versteigert.

"Diese Frequenzen sind keine TDD-Frequenzen, sondern werden als FDD-Download genutzt" , sagte Jacobfeuerborn. Sie sollen als Downlink eingesetzt werden, das Signal vom Smartphone zum Sendemast soll dagegen über LTE 800 oder LTE 2600 übermittelt werden.

Bauteile wie Antennen und Basisstationen müssen für die neuen Frequenzen vorbereitet werden, die ab dem Jahr 2018 zur Verfügung stehen. Smartphones, die diese Frequenzen unterstützen, gibt es aber noch nicht.

Auch Vodafone hat die Frequenzen ersteigert, sagte Golem.de aber, dass es noch keine Bekanntgaben dazu gebe. Die Frequenzen seien zugeteilt, aber sie könnten noch nicht genutzt werden.

Telefónica Deutschland erklärte Golem.de: "Mit Hilfe des Spektrums bei 700 MHz wird Telefónica Deutschland zukünftig die LTE-Versorgung sowohl in Großstädten als auch auf dem Land weiter verdichten. Das Spektrum bei 700 MHz aus der sogenannten Digitalen Dividende 2 ergänzt im ländlichen Breitbandausbau die Frequenzen bei 800 MHz, die das Unternehmen 2010 erworben hatte." Im Bereich 1500 MHz wurden von dem spanischen Konzern keine Frequenzen ersteigert.

Für die Nutzungsrechte zahlte die Telefónica 1,2 Milliarden Euro, die Deutsche Telekom 1,8 Milliarden Euro und Vodafone 2,1 Milliarden Euro.


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