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SIM-Karte nicht mehr zwingend notwendig

5G bringt auch Änderungen bei der Authentifizierung mit sich. Grundsätzlich wird es in Zukunft möglich sein, mobilfunkfähige Geräte ohne Sim-Karte herzustellen. "Heute kommen Sie nur in das Netz hinein, wenn sie eine Sim-Karte haben," sagt Schröder. Beim Thema IoT, bei kleinen Terminals und anderen Anwendungen habe es schon lange den Wunsch gegeben, da etwas anders zu machen.

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Dann wäre zum Beispiel im industriellen Kontext eine Lösung denkbar, die weder auf eine austauschbare Sim noch auf eine eSim (embedded Sim) oder eine iSim (intergrated Sim), wie sie vom Chiphersteller ARM befürwortet wird, setzt. "5G wird da wohl zweigleisig fahren: Auf der einen Seite gibt es weiter die normale Sim-Karte, auf der anderen Seite könnte zum Beispiel Volkswagen auf dem eigenen Werksgelände etwas anderes nutzen, etwa einen USB-Stick mit Zertifikat, das dann zur Authentifizierung genutzt wird. Die Details sind im EAP-Protokoll beschrieben.", sagt Schröder.

Alternativ könnten zum Beispiel vom jeweiligen Unternehmen genutzte Token oder eine selbstbetriebene Public-Key-Infrastruktur (PKI) zum Einsatz kommen. Für Privatkunden werden Sim-Karten nach Einschätzung von Schröder aber auch weiterhin unverzichtbar sein. Letztlich seien diese ja auch kundenfreundlich und bedürften keiner besonderen langfristigen Unterstützung durch einen Gerätehersteller, so Schröder. Bereits heute gibt es spezielle Mobilfunknetze für industrielle Anwendungszwecke wie etwa Narrowband-IoT. Diese basieren noch auf dem 5G-Vorgänger LTE und benötigen Sim-Karten.

Ebenfalls vor allem für Unternehmenskunden mit speziell konfigurierten Netzen sinnvoll ist das Netz-Slicing. Dies sei nicht primär eine Sicherheitsmaßnahme, sagt Schröder. Aber es ist natürlich grundsätzlich möglich, nicht benötigte Funktionen zu streichen, und so die eigene Angriffsfläche zu reduzieren. Durch das Slicing ist es auch möglich, bestimmte Netzwerkbereiche ohne weitere Maßnahmen voneinander abzugrenzen.

Mehr Kontrolle beim Roaming

Änderungen gibt es für die Netzbetreiber auch beim Roaming. Die Kunden werden davon aber vermutlich kaum etwas mitbekommen. "Da wird die Sicherheit mit 5G deutlich verbessert. Wir können viele Angaben der Gastnetze bislang nicht prüfen. Man muss sich mit 5G als Provider nicht mehr blind dem 'visited network' ausliefern, sondern bekommt ab und an selber eine Rückmeldung vom Endgerät", sagt Schröder.

Heute gebe es eine Challenge-Response-Authentisierung mit einem privaten Schlüssel. Diese Challenge-Response laufe aber bislang nur zwischen dem jeweiligen Roamingnetz und dem Endgerät des Nutzers beziehungsweise der Sim-Karte ab. "Als Heimnetz weiß ich dann gar nicht, ob der Nutzer wirklich da ist, wo es behauptet wird."

Künftig können die Netzbetreiber eigene Anfragen an das im Ausland befindliche Mobilgerät senden, um bestimmte Informationen zu verifizieren. Der eigene Netzbetreiber hat dann zwar immer noch keine hundertprozentige Kontrolle über die abgerechneten Daten, kann aber bestimmte Informationen prüfen - etwa, ob der Kunde wirklich in dem angegebenen Netz unterwegs ist. "Die alten Regelungen stammen von vor 30 Jahren. Damals waren viele Betrugsszenarien noch nicht in der Form denkbar," sagt Schröder.

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 Mobilfunk: Was 5G im Bereich Security bringtKein 'One-Size-Fits-All' mehr 
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Jesper 03. Mai 2018

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