SIM-Karte nicht mehr zwingend notwendig

5G bringt auch Änderungen bei der Authentifizierung mit sich. Grundsätzlich wird es in Zukunft möglich sein, mobilfunkfähige Geräte ohne Sim-Karte herzustellen. "Heute kommen Sie nur in das Netz hinein, wenn sie eine Sim-Karte haben," sagt Schröder. Beim Thema IoT, bei kleinen Terminals und anderen Anwendungen habe es schon lange den Wunsch gegeben, da etwas anders zu machen.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter:in Marketing Schwerpunkt Digital/Web (m/w/d)
    Hochschule RheinMain, Wiesbaden
  2. Mitarbeiter im Service Desk (m/w/d)
    Techniklotsen GmbH, Bielefeld
Detailsuche

Dann wäre zum Beispiel im industriellen Kontext eine Lösung denkbar, die weder auf eine austauschbare Sim noch auf eine eSim (embedded Sim) oder eine iSim (intergrated Sim), wie sie vom Chiphersteller ARM befürwortet wird, setzt. "5G wird da wohl zweigleisig fahren: Auf der einen Seite gibt es weiter die normale Sim-Karte, auf der anderen Seite könnte zum Beispiel Volkswagen auf dem eigenen Werksgelände etwas anderes nutzen, etwa einen USB-Stick mit Zertifikat, das dann zur Authentifizierung genutzt wird. Die Details sind im EAP-Protokoll beschrieben.", sagt Schröder.

Alternativ könnten zum Beispiel vom jeweiligen Unternehmen genutzte Token oder eine selbstbetriebene Public-Key-Infrastruktur (PKI) zum Einsatz kommen. Für Privatkunden werden Sim-Karten nach Einschätzung von Schröder aber auch weiterhin unverzichtbar sein. Letztlich seien diese ja auch kundenfreundlich und bedürften keiner besonderen langfristigen Unterstützung durch einen Gerätehersteller, so Schröder. Bereits heute gibt es spezielle Mobilfunknetze für industrielle Anwendungszwecke wie etwa Narrowband-IoT. Diese basieren noch auf dem 5G-Vorgänger LTE und benötigen Sim-Karten.

Ebenfalls vor allem für Unternehmenskunden mit speziell konfigurierten Netzen sinnvoll ist das Netz-Slicing. Dies sei nicht primär eine Sicherheitsmaßnahme, sagt Schröder. Aber es ist natürlich grundsätzlich möglich, nicht benötigte Funktionen zu streichen, und so die eigene Angriffsfläche zu reduzieren. Durch das Slicing ist es auch möglich, bestimmte Netzwerkbereiche ohne weitere Maßnahmen voneinander abzugrenzen.

Mehr Kontrolle beim Roaming

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Änderungen gibt es für die Netzbetreiber auch beim Roaming. Die Kunden werden davon aber vermutlich kaum etwas mitbekommen. "Da wird die Sicherheit mit 5G deutlich verbessert. Wir können viele Angaben der Gastnetze bislang nicht prüfen. Man muss sich mit 5G als Provider nicht mehr blind dem 'visited network' ausliefern, sondern bekommt ab und an selber eine Rückmeldung vom Endgerät", sagt Schröder.

Heute gebe es eine Challenge-Response-Authentisierung mit einem privaten Schlüssel. Diese Challenge-Response laufe aber bislang nur zwischen dem jeweiligen Roamingnetz und dem Endgerät des Nutzers beziehungsweise der Sim-Karte ab. "Als Heimnetz weiß ich dann gar nicht, ob der Nutzer wirklich da ist, wo es behauptet wird."

Künftig können die Netzbetreiber eigene Anfragen an das im Ausland befindliche Mobilgerät senden, um bestimmte Informationen zu verifizieren. Der eigene Netzbetreiber hat dann zwar immer noch keine hundertprozentige Kontrolle über die abgerechneten Daten, kann aber bestimmte Informationen prüfen - etwa, ob der Kunde wirklich in dem angegebenen Netz unterwegs ist. "Die alten Regelungen stammen von vor 30 Jahren. Damals waren viele Betrugsszenarien noch nicht in der Form denkbar," sagt Schröder.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Mobilfunk: Was 5G im Bereich Security bringtKein 'One-Size-Fits-All' mehr 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
"Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
Artikel
  1. Kryptowährung im Fall: Bitcoin legt rasante Talfahrt hin
    Kryptowährung im Fall
    Bitcoin legt rasante Talfahrt hin

    Am Samstag setzte sich der Absturz des Bitcoin fort. Ein Bitcoin ist nur noch 34.200 US-Dollar wert. Auch andere Kryptowährungen machen Verluste.

  2. eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb
    eStream
    Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

    Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku. Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.

  3. Andromeda: Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie
    Andromeda
    Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie

    Erstmals ist ein Blick auf Andromeda möglich - das Smartphone-Betriebssystem, das Microsoft bereits vor einigen Jahren eingestellt hat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 120,95€ • Alternate (u.a. AKRacing Master Pro Deluxe 449,98€) • Seagate FireCuda 530 1 TB (PS5) 189,90€ • RTX 3070 989€ • The A500 Mini 189,90€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /