Mobilfunk: Vodafone passt Geschwindigkeitsangaben an

Ab Februar 2024 nennt Vodafone niedrigere Maximalraten. Das gilt nur bei der Bewerbung der Mobilfunk-Tarife, in der Praxis ändert sich für Kunden nichts.

Artikel veröffentlicht am , Marius Pieruschka
Kunden müssen keine niedrigere Übertragungsrate befürchten.
Kunden müssen keine niedrigere Übertragungsrate befürchten. (Bild: Vodafone)

Vodafone passt die Bewerbung seiner Mobilfunktarife an. Bei den Angaben zur Übertragungsrate heißt es ab 1. Februar 2024 bis zu 300 statt bis zu 500 MBit/s.

Kunden müssen nicht befürchten, dass sie mit einer geringeren mobilen Geschwindigkeit surfen, die Spitzengeschwindigkeit bleibt unverändert. Vodafone passt die Übertragungsrate ausschließlich bei der Kommunikation mit den Kunden an. Die neuen Angaben mit bis zu 300 MBit/s finden sich zum Beispiel im Produktinformationsblatt.

Die Pressestelle von Vodafone teilte Golem.de mit: "Die Spitzengeschwindigkeiten, die unsere Bestandskunden im Mobilfunk nutzen können, bleiben natürlich technisch unverändert. Zum 1. Februar 2024 ändern sich lediglich die Angaben zum maximalen Tempo für Neukunden. Letzteres geben wir zukünftig mit 300 MBit/s an. Das heißt: Alle unsere Kunden surfen natürlich auch weiterhin mit der technisch maximal verfügbaren Geschwindigkeit."

In der Praxis ändert sich damit weder für Bestandskunden noch für Neukunden etwas. Die Pressestelle machte keine Angaben dazu, für welche Tarife die geänderte Kommunikation gilt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass alle Mobilfunktarife des Netzbetreibers hiervon betroffen sind.

Orientiert sich Vodafone an den Mitbewerbern?

Warum passt der Düsseldorfer Netzbetreiber seine Angaben bei der Übertragungsrate an? Vodafone dürfte es darum gehen, seine Tarife mit den üblichen Standards zu bewerben. Deutsche Telekom und O2 nennen bei ihren Tarifen im Regelfall bis zu 300 MBit/s, nur Vodafone nannte in der Vergangenheit höhere mobile Geschwindigkeiten und weckte bei Kunden mitunter falsche Erwartungen.

Die Anpassungen der Kommunikation dürfte zu den Leitlinien von Vodafone-Chefs Philippe Rogge passen. In einem Interview im April 2023 sprach er davon, dass der Netzbetreiber das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen müsse und keine großen Werbeversprechen machen solle. Zugleich sprach sich Rogge für einfachere Tarife aus. Vor diesem Hintergrund sind die Anpassungen bei Vodafone zu verstehen.

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