Mobilfunk: Vodafone baute 5G an mehr als 5.000 Standorten aus

Vodafone hat Zahlen zum Netzausbau 2023 veröffentlicht. Zum Jahresende erreicht der Netzbetreiber mehr als 99 Prozent der Bevölkerung mit LTE, 91 Prozent der Menschen können mit 5G surfen. Damit bietet der Düsseldorfer Netzbetreiber eine schlechtere 5G-Versorgung als die Konkurrenten. Die Deutsche Telekom nennt zum Jahresende eine 5G-Netzabdeckung von 96 Prozent nach Bevölkerung, bei Telefónica Deutschland sind es 95 Prozent.
Vodafone vollendete laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) in diesem Jahr 6.200 Bauprojekte in Städten und Landkreisen. Der Netzbetreiber errichtete 700 neue Mobilfunk-Stationen, hierbei beseitigte man 900 Funklöcher. An 5.500 Standorten wurde das LTE- und 5G-Netz durch Bauprojekte verbessert.
Im Jahr 2023 stand bei Vodafone der 5G-Ausbau im Mittelpunkt. Mehr als 80 Prozent der Maßnahmen dienten dazu, die Mobilfunktechnologie in die Fläche zu bringen, an über 5.000 Standorten wurde der 4G-Nachfolger freigeschaltet.
Ein weiterer Fokus lag auf dem Ausbau entlang von Bahnstrecken, in den letzten zwölf Monaten verbesserte Vodafone das Mobilfunknetz auf Fernverkehr- und Regionalstrecken. Hierbei setzte der Konzern insgesamt 1.237 Projekte um, in Schienennähe wurden insgesamt 225 neue Mobilfunk-Masten errichtet, an mehr als 15.000 Kilometer ist 5G Standalone verfügbar. Besonders viele Neubauprojekte entlang der Schiene gab es in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen.
Vodafone gibt Ausblick auf den Netzausbau 2024
Der Düsseldorfer Netzbetreiber gibt in seiner Mitteilung zugleich einen Ausblick auf den Ausbau im kommenden Jahr. Bis Mitte 2024 möchte der Netzbetreiber 450 neue Mobilfunk-Stationen in Betrieb nehmen, an 2.500 Standorten soll LTE- und 5G-Netz weiter verstärkt werden.
2024 geht es für Vodafone auch darum, Versäumnisse nachzuholen. Der Netzbetreiber hat laut Bundesnetzagentur einzelne Versorgungsverpflichtungen der Frequenzauktion 2019 nicht vollständig erfüllt. Es geht konkret um die Versorgung von 500 4G-Funklöchern mit 100 Mbit/s. Diese Auflage hätten Vodafone und die anderen Netzbetreiber bereits Ende 2022 erfüllen müssen. Ob Bußgelder wegen der Nichterfüllung der Auflagen drohen, entscheidet die Bundesnetzagentur im kommenden Jahr.



