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Mobilfunk: Vodacom und Huawei bringen 1 GBit/s nach Südafrika

In Südafrika laufen Versuche für sehr schnelles LTE. In einem großen Einkaufszentrum haben Huawei und Vodacom gezeigt, dass sich LAA die Frequenz mit Wi-Fi teilen kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Snapdragon X16
Snapdragon X16 (Bild: Qualcomm)

Huawei und der Mobilfunkbetreiber Vodacom haben 1 GBit/s im Mobilfunk getestet. Dies gaben die Partner am 6. Juni 2016 bekannt. Die Übertragung erfolgte im lizenzierten und unlizenzierten Spektrum.

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Bei dem Test wurde mit Qualcomm Technologies zusammengearbeitet, die einen Snapdragon 820 mit X12 LTE für den Livetest bereitstellten. Das Snapdragon X16 wurde mit dem RF-Transceiver WTR5975 kombiniert. Möglich machen die hohe Datenrate eine dreifache Carrier-Aggregation mit einer Modulation von 256QAM, 4x4 MIMO mit vier Antennen und LTE im WLAN-Spektrum, also LTE-U (Unlicensed) oder LAA (Licensed Assisted Access). Kommerzielle mobile Endgeräte, die die Technik unterstützen, würden in der zweiten Jahreshälfte 2016 erwartet, teilte der chinesische Netzwerkausrüster mit.

Dabei kam Huawei Lampsite zum Einsatz, eine Straßenlaterne mit integrierter Mobilfunkantenne. "Huawei glaubt, dass LAA ein innovativer Weg ist, um die Effizienz des unlizenzierten Spektrums auszunutzen und die Nutzererfahrung zu verbessern", erklärte das Unternehmen. LAA soll besonders die LTE-Nutzung in großen Räumen verbessern. Die Technik richtet sich an Picozellen, kleine Mobilfunkzellen mit niedriger Sendeleistung, die in großen Gebäuden wie Flughäfen oder Einkaufszentren benutzt werden können - im 5-GHz-Frequenzband, das für WLAN genutzt wird, generell aber technologieneutral ist.

LAA im Downlink

LAA ist erst mal nur im Downlink verfügbar, von der Basisstation zum Endgerät. In 3GPP Release 14 wird auch die Übertragung des Uplinks im unlizenzierten Spektrum standardisiert.

Zugleich sei mit einem weiteren Versuch in dem großen Einkaufszentrum Sandton City bewiesen worden, dass Wi-Fi und LAA sich das Spektrum teilen könnten. So wurde das Listen-Before-Talk-Protokoll (LBT) implementiert, das die Koexistenz mit Wi-Fi-Geräten sichern soll. Bei diesem Mechanismus wartet ein Sender zunächst darauf, dass andere Sender ihre Übertragung beenden, um diese nicht zu stören.

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RicoBrassers 07. Jun 2016

Weil jeder weiß - das Telefon wurde nach der Telecom und Vodafone benannt. ;)

Gandalf2210 07. Jun 2016

Weil die erlaubte Sendeleistung sowie die Frequenz bedingte Reichweite gegen 0 geht.


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